[Gelesen] Never Never

Never Never.jpg

Von Colleen Hoover habe ich schon eine Menge Titel in der Buchhandlung gesehen, aber diese haben mich nicht wirklich angesprochen… die Beschreibung von Never Never hat mich dagegen sofort begeistert, und ich war unheimlich gespannt auf die Geschichte. Vorne weg: Never Never ist von Colleen Hoover und Tarryn Fisher gemeinsam geschrieben worden, und musste aufgrund von Vertragsbedingungen in drei Teile gesplittet werden. Die ersten beiden Teile gibt es bereits auch als schmale Taschenbücher, der dritte wird sicherlich auch noch in diesem Format folgen – bis dahin kann man die Geschichte aber nur als eBook komplett lesen.

Das Charaktere an Gedächtnisverlust leiden, ist nichts neues. Das besondere an Never Never? Beide Hauptcharaktere leiden an Gedächtnisverlust! Silas und Charlie sind seit Kindheitstagen befreundet und mittlerweile auch ein Paar. Rekonstruieren können sie das allerdings nur anhand von Briefen, Tagebucheinträgen oder Erzählungen anderer. Was hinter dem gemeinsamen Gedächtnisverlust steht, liegt im Dunkeln und die Klärung ist das Hauptanliegen der Beiden. Daneben wird auch relativ schnell klar, dass ihre Beziehung vor dem Verlust ihrer Erinnerungen nicht mehr allzu rosig war, und es gibt einiges zu klären.

“How odd to be made of flesh, balanced on bone, and filled with a soul you’ve never met.”  – aus Never Never: Part One

Never Never ist am Anfang sehr spannend und baut dann leider von Teil zu Teil ab. Im zweiten Part wird dem Gedächtnisverlust noch eine originelle Komponente hinzugefügt, aber die beiden Autorinnen nehmen sich kaum Zeit, um damit zu spielen.  Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich Hoover und Fisher nicht sicher waren, wie weit sie sich aus dem Fenster legen wollen, was Übernatürliche Elemente anbelangt und ein bisschen mehr Mut hätte viel gerettet. Selbst der Auflösung hätte ich vermutlich noch etwas abgewinnen können, wenn die Hinführung dazu nicht holterdiepolter erfolgt wäre. Die Geschehnisse werden ordentlich in den ersten beiden Teilen aufgebauscht und die Auflösung wird dem absolut nicht gerecht. Wirklich schade, Silas und Charlie als Charaktere selbst haben mir sehr gut gefallen und die Geschichte hat Potential!

Die drei Teile lesen sich schnell weg, und man merkt die knapp 409 Seiten kaum. Für leichte Unterhaltung zwischendurch und Fans der beiden Autorinnen sicherlich geeignet, wirklich empfehlen mag ich es aber nicht.

Ein wirklich schöner Fantrailer zum ersten Teil von Never Never!


BUCHDETAILS

Verlag: Hoover Ink
ASIN: B00RZVNDSS | B00TUXIF9G | B01A2COA88
Erscheinungsdatum: 07.01.2015 | 17.05.2015 | 19.01.2016
Rating: 4/5 | 3/5 | 1/5 = 2,6

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4 Gedanken zu “[Gelesen] Never Never

  1. petricolour schreibt:

    Hey 🙂

    Ich habe die Reihe auch gelesen und war vom ersten Part positiv überrascht, weil ich eigentlich keine Amnesie-Geschichten mag.
    Was mir zuerst so gut gefallen hat an Part 1 ist, dass es quasi eine Geschichte im Mini-Format ist. Es hat Anfang, Mitte und Schluss. Part 2 allerdings ist wirklich nur der Mittelteil, ohne Anfang und Ende. Part 3 hat das schon ein bisschen besser gemacht.
    Allerdings muss ich dir zustimmen, dass die Autorinnen sich nicht getraut haben etwas richtig, richtig Großes mit dem zu machen, was sie vorgelegt haben. Ich finde die Lösung am Ende ziemlich unkreativ und hat für mich einen Deux-Ex-Machina Effekt. Da hätten sie wirklich alles, ALLES machen können und ich hätte ihnen das abgekauft. Nur nicht das. Für mich ist das weggeschmissenes Potential 😦

    Liebe Grüße,
    Sanne

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    • ɐsıן ǝuıuɐɾ schreibt:

      Stimmt, Deus-Ex-Machina trifft es wirklich gut! Die Auflösung ist einfach nur plump, über den Epilog reden wir lieber erst gar nicht… ich finde immer, wenn man keine gute Lösung hat, sollte man es lieber mit Erklärungen lassen. Hätten sie die Amnesie einfach „gestoppt“ und neue Erinnerungen angefangen zu sammeln, wäre das definitiv eine bessere Lösung gewesen! Hast du schon mal etwas anderes von den Autorinnen gelesen?

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      • petricolour schreibt:

        Der Epilog war ein schlechter Witz. Den hätten sie sich echt sparen können..
        Genau. Ich meine, die haben ja auch das ganze Voodoo-Zeug vorgelegt. Die Geschichte spielt in New Orleans.. sie hätten alles mögliche mit dem Übernatürlichen machen können. Vor allem der zweite Teil hat ja etwas eingeführt, worauf später nicht mehr eingegangen wird..
        Ich habe noch „Hopeless“ von Colleen Hoover gelesen, ich fand es allerdings total schrecklich und hab dem Buch auch nur eine 1-Stern Bewertung geben können 😀 Da war „Never Never“ eine positive Überraschung. Von Tarryn Fisher kenne ich allerdings noch nichts!

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      • ɐsıן ǝuıuɐɾ schreibt:

        Ich werde vermutlich beiden noch mal eine Chance geben (habe bei beiden noch jeweils einen Titel, der mich interessiert), aber wenn es wieder eine ähnliche Richtung einschlägt, werde ich die Bücher gnadenlos abbrechen. Dafür gibt es einfach zu viele gute Bücher, die gelesen werden wollen 😉

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