[Leseprojekt] One Year War and Peace – Februar

warandpeace

Die Armee ist in Österreich – und außer ein paar kleinen Scharmützeln passiert nichts. Dabei ist es sehr faszinierend, wie viel Zeit und Energie in das ganze Drumherum investiert wird, und wie kurz ´dann die tatsächlichen Gefechte sind. Die Zeit, die man als Leser zusammen mit Andrei Bolkonsky und Nikolai Rostov verbringt, ist geprägt von ihren unterschiedlichen Erfahrungen im Militär. Rostov ist Teil eines Gefechts und wird auch verwundet, Bolkonsky bewegt sich mehr auf der Führungsebene. Ich muss zugeben, dass mich diese Kapitel unglaublich gelangweilt haben… wirklich interessant war nur Bolkonsky Berichterstattung in Brün, wo ihm klar wird, dass der Sieg eines Gefechts gerade auch für die Moral der Truppe unglaublich viel bedeutet, in einem Krieg aber nur einen kleinen Anteil hat.

Die Abschnitte an der Front können mich noch nicht so wirklich begeistern, aber ich finde es gut, dass man durch die zwei Männer wenigstens verschiedene Seiten zu sehen bekommt. Da eine große Schlacht in Österreich bevorsteht, denke ich, dass die Geschichte im nächsten Monat auch verstärkt bei der Armee bleiben wird…

Spannender ist da schon, was gerade in Russland passiert: Pierre hat Titel und Reichtum von seinem Vater geerbt, und auf einmal hat jeder Interesse an ihm. Prince Vassily nutzt ihn dabei am meisten aus, und schafft es irgendwie, ihn zu einer Heirat mit seiner Tochter zu bewegen – mir tut Pierre jetzt schon Leid, eine besonders glückliche Ehe wird das sicherlich nicht.

Seinen Sohn möchte Vassily gerne mit Marya Bolkonsky verheiraten, und besucht deshalb mit ihm das Landgut der Familie. Anatole macht dabei aber eher Mademoiselle Bourienne schöne Augen… ich war froh, dass Marya die beiden dabei erwischt, und nicht auch noch in eine lieblose Ehe rein schlittert! Irgendwie mag ich ihren Charakter sehr gerne, und würde es ihr gönnen, einen Ehemann zu finden, der sie liebt und nicht so schikaniert wie alle anderen um sie herum.

Die Rostov Familie selbst erhält einen Brief von ihrem Sohn, was zu großer Aufregung führt. Da Nikolai verwundet wurde, muss seine Mutter erstmal von verschiedenen Seiten auf den Brief vorbereitet werden. Insgesamt freuen sich aber alle über ein Lebenszeichen von ihm und von seinem Rangaufstieg.

Die einzelnen Kapitel sind allesamt relativ kurz, und es mag nicht sehr viel für 29 Kapitel insgesamt geschehen – aber Tolstoy nimmt sich für all seine Charaktere genau die richtige Zeit um zu zeigen, wo sie sich gerade befinden und was gerade um sie herum geschieht.

Rückblick: Januar

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