[Gesehen] Anastasia – Die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter

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Nächsten Monat starten am Broadway die Previews zum Musical Anastasia, welches vom gleichnamigen Zeichentrickfilm aus dem Jahr 1997 inspiriert ist. Ich liebe diesen Film und fiebere schon sehr dem Cast Recording entgegen, da vorerst ein Trip nach New York nicht drin ist… Gott sei Dank muss man aber manchmal gar nicht so weit weg, um etwas ähnliches erleben zu können: Im Musical Theater Bremen hatte ich letzte Woche das Glück, Anastasia – Die rätselhafte Geschichte der letzten Zarentochter zu sehen.

„Die Menschheit will doch glauben, dass Anastasia noch lebt! Also geben wir Ihnen, was sie wollen!“ – Oleg Rasputin

Dieses Musical setzt sich unabhängig von dem Zeichentrickfilm mit der Legende um Anastasia Nikolajewna Romanowa und ihrem vermeintlichen Überleben auseinander. Ähnlich wie in der Filmversion existieren auch hier Gerüchte dazu und ihre Großmutter schreibt eine Belohnung für jeden aus, der Hinweise auf den Verbleib der letzten Zarentochter bringen kann. Die Handlung wechselt daneben immer zwischen den Geschehnissen um Anna, die ihre Erinnerungen verloren hat und in einem Waisenhaus in Sankt Petersburg lebt, und von einem ehemaligen Palastangestellten als Anastasia erkannt wird und den Geschwistern Rasputin. Diese beiden sind Nichte und Neffe von Grigori Rasputin und besitzen ein Tagebuch von diesem, mit dem sie erhoffen an das große Vermögen der Romanows zu kommen.
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Anastasia ist als Familienmusical konzipiert und kann gut verstanden werden, selbst wenn man die historischen Hintergründe nicht kennt. Schön fand ich, wie trotzdem Franziska Schanzkowska und das kleine Paar eingebaut wurden und das ab und zu auch russische Wörter fallen durften. Die Songs haben mir durch die Bank gefallen, vor allem Ist das gerecht?, Rasputins Rache und Ist sie Anastasia? (Battle). Bei meiner Vorstellung hatte das Team leider noch etwas Probleme mit der Musik, sodass ein paar Übergänge nicht ganz geklappt haben, aber das war zu verschmerzen. Dafür gab es viele tolle Choreografieren und die Kinderdarsteller haben alle großartige Leistungen abgeliefert. Vor allem die tanzenden Schaufensterpuppen in Kleider machen Leute waren der Hammer!

Ich würde es dem Musical gönnen, wenn es etwas mehr Aufschwung bekäme um auch über einen etwas längeren Zeitraum als einige Tage aufgeführt zu werden – Lust es noch mal zu sehen und die Songs zu hören, hätte ich alle Mal! Auf der Präsentations-CD finden sich vorerst nämlich leider nur vier der achtzehn Songs… Es gibt auch eine Videovorschau, für die auf Material aus der Aufführungsphase von 2013 zurückgegriffen wurde. Man merkt, dass zwischenzeitlich noch einmal am Stück gefeilt wurde, aber für einen ersten Eindruck finde ich das Video gar nicht verkehrt:

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