[Eindrücke] Norse Mythology, Thor – Gott des Donners, The Vegetarian, Puddin‘

2018-05

Über manche Büchern möchte ich gerne etwas schreiben, aber es reicht nicht für eine ganze Besprechung. Dafür gibt es die Eindrücke, in denen ich ganz kurz auf die gelesenen Titel eingehen kann.

Neil Gaiman: Norse Mythology
Anzeige | Taschenbuch: 304 Seiten  | Verlag: W. W. Norton & Company  (06.03.2018) | ISBN: 978-0393356182 | Meine Bewertung: 5/5

„Of course it was Loki. It’s always Loki.“

Zur Vorbereitung auf Infinity War habe ich endlich die Thor Filme von Marvel geguckt und war danach endlich in der Stimmung dieses Buch zu lesen – lag ja auch nur bummelig ein Jahr auf dem SuB… und dann hat es mir tatsächlich so gut gefallen, dass ich meine Ausgabe zu dieser hübschen neuen Taschenbuchausgabe gewechselt habe!  Irgendwie hatte ich nämlich die Befürchtung, dass es ein Titel ist, der nur wegen dem Autorennamen auf dem Cover gut läuft und im inneren mau ist. Bei nordischer Mythologie kann man aber nicht allzu viel falsch machen und Gaiman hat hier einen guten Mix aus bekannten und weniger bekannten Geschichten zusammengestellt. Dazu kommt die wirklich geglückte Schlussnote und ganz viel Loki. Ich hätte gerne mehr Bücher in dieser Art!
Anzeige | Softcover: 140 Seiten  | Band 1 von 4 in der Marvel NOW! Reihe Thor – Gott des Donners | Verlag: Panini  (10.09.2013) | ISBN: 978-3862017218 | Meine Bewertung: 4/5
„Ich bin Thor Odinsohn, der Donnergott, der Prinz von Asgard, und ich liebe mein Leben.“
Da Thor gerade sehr präsent war, habe ich mich riesig gefreut gleich alle vier Bände der Thor – Gott des Donners Reihe in der Bücherei zu finden: Der Götterschlächter tötet im ganzen Universum Götter und Thor versucht ihn aufzuhalten, was mehrere Zeitebenen und eine gute Darstellung der Beweggründe unseres Bösewichts umfasst. Band 1 und 2 fand ich richtig gut, wobei der Zeichenstil nicht hundertprozentig meinen Geschmack trifft, die anderen beiden Bände waren dagegen leider richtig meh bzw. dienten mehr zur Vorbereitung der Minireihe um den weiblichen Thor. Eigentlich schade, denn die Handlung um den Götterschlächter ist wirklich toll und es ist sehr angenehm, dass man für diese kurze Reihe kein großes Marvelvorwissen braucht.

Han Kang: The Vegetarian
Anzeige | Taschenbuch: 183 Seiten  | Originaltitel: 채식주의자 | Aus dem Koreanischen ins Englische übersetzt von Deborah Smith | Verlag: Portobello Books (05.11.2015) | ISBN: 978-1846276033 | Unter dem Titel Die Vegetarierin beim Aufbau Verlag auch auf Deutsch erhältlich | Meine Bewertung: 3/5

 „When a person undergoes such a drastic transformation, there’s simply nothing anyone else can do but sit back and let them get on with it.“

Als Han Kang 2016 mit The Vegetarian den Man Booker International Prize gewonnen hat, war dieser Titel gefühlt in aller Munde, und ich bin ganz froh ihn jetzt nachgeholt zu haben. Quasi über Nacht beschließt eine koreanische Frau vegetarisch bzw. vegan zu leben und ihre Umwelt kommt damit absolut nicht klar. Aus der Perspektive ihres Mannes, des Schwagers und der Schwester erfährt man ihren Werdegang und wie die Familie versucht sie wieder „normal“ zu machen. Das Buch ist sehr bizarr und hat sehr krasse Szenen, die einem im Kopf bleiben und zum Nachdenken anregen.


Julie Murphy: Puddin‘ (Dumplin‘ #2)
Anzeige | Hörbuch: 11 Stunden 9 Minuten  | Companion Novel zu Dumplin‘, kann aber auch für sich gelesen werden | Gesprochen von Erin Mallon und Kyla Garcia | Verlag: HarperAudio  (08.05.2018) | ASIN: B07CMDNTZ4| Meine Bewertung: 4.5/5

„But it takes more than thinking and hoping and wishing and praying. You need a whole lot of doing.“

Ganz große Liebe für diese tolle Freundschaft zwischen Millie und Callie – und wie gut man die Stimme des jeweiligen Mädels im Text wirklich gehört hat! Dumplin‘ mochte ich zwar auch, dort war der Fokus dann aber doch etwas mehr auf der Liebe als Freundschaft… und hier überwiegt der Freundschaftsaspekt doch deutlich. Mit Vorurteilen wird wieder aufgeräumt bzw. ein neuer Blickwinkel geboten, und Asexualität wird in einer Szene ganz toll gehandhabt. Callie mochte ich dabei einen Ticken mehr als Millie, einfach, weil sie so herrlich direkt und unverblümt ihre Meinung kundtut. Wenn man Dumplin‘ im Vorfeld nicht liest, entgehen einem ein paar kleinere Anspielungen, aber nichts gravierendes.

5 Gedanken zu “[Eindrücke] Norse Mythology, Thor – Gott des Donners, The Vegetarian, Puddin‘

  1. Hallo Janine,
    ich habe den Thor-Film auch vor kurzem gesehen und musste mehr als einmal laut lachen. auch mal schön, wenn sich ein Actionfilm nicht allzu ernst nimmt.
    ,,Norse Mythology“ habe ich auch im Auge. Ich habe vor Jahren mal die Edda gelesen und fand die Geschichten dort schon sehr spannend. Eine neue Auswahl könnte mich derzeit auch begeistern.
    Die Vegetarierin hat mir auch gut gefallen. Noch viel eindringlicher und beeindruckender fand ich allerdings das darauf folgende Buch ,,Menschenwerk“. Wenn du Lust hast, schau gern mal vorbei. https://wissenstagebuch.com/2017/10/25/han-kang-menschenwerk-20142017/
    Viele Grüße
    Jana

  2. Die Thor Filme mag ich ja auch, wobei ich den zweiten etwas Schwach fand und mir der dritte zu lange dauert, bis es dann wirklich mal mit der Handlung losgeht. Brauchte da etwas um rein zu kommen. Der erste wird deshalb mein Favorit bleiben, da ich da viel gelacht habe und sofort drinnen warn. Das buch von Neil Gaiman kannte ich allerdings noch nicht und bin darauf nun echt neugierig geworden. Bisher habe ich noch nichts von ihm gelesen ,aber der Autor ist mir durch „American Gods“ ein Begriff. Die Serie habe ich echt gerne geschaut, weil sie mal was anderes war, auch von der Erzählweise her.

    Lg Nicole // Litnetzwerk

    • Oh, dann müsstest du dir die Buchvorlage zu ‚American Gods‘ eigentlich auch noch anschauen – ist zwar ein Wälzer, aber echt toll! Und die Serie ist allein optisch schon soo genial *-*

  3. Ich habe zu Norse Mythology von Neil Gaiman bisher eher gemischte Stimmen gehört,
    was mich bisher vom Kauf angehalten hat, obwohl er zu meinen Lieblingsautoren zählt.
    Und ich konnte mich bisher einfach nicht für eine Ausgabe entscheiden, sie sind alle so schön.
    Zeit diese Entscheidung noch einmalzu überdenken, schätze ich.

    Viel Spaß beim weiteren #litnetzwerken
    Buchige Grüße
    Christina

    • Hmm, das könnte daran liegen, das es kein typisches Gaiman Buch ist? Wenn sein Namen nicht drauf stehen würde, würde man ihn als Autoren echt nicht vermuten. Wenn du nordische Mythologie aber magst oder Interesse daran hast, bist du eigentlich gut beraten mit diesem Titel. :)

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