[Gespielt] Assassin’s Creed: Origins

Wer mir bereits länger folgt, wird unweigerlich mitbekommen haben, dass ich das Assassin’s Creed Franchise unglaublich gerne mag und aktiv in den verschiedensten Medien verfolge. Paradoxerweise habe ich aber durch Computerprobleme und den recht späten Erwerb meiner ersten Konsole noch keines der Hauptspiele selber durchgespielt. Dank dem ersten Assassin’s Creed bin ich erst so richtig auf das Schauen von Let’s Plays gekommen und habe alle Teile der Reihe bisher so erlebt. Für Assassin’s Creed Origins (im Folgenden nenne ich es nur noch Origins) wollte ich jetzt aber doch einmal den Versuch wagen, es komplett selber zu spielen und keine Videos zu schauen… und nach 35,5 Stunden in gut einem Monat ist die Hauptquest nun beendet und das erste DLC steht ins Haus. Mit dem Spiel hatte ich unglaublich viel Spaß, aber es gibt trotzdem ein paar Dinge, die besser hätten sein können… Ich werde zuerst allgemein einige Punkte erwähnen, bevor es etwas in den Spoilerbereich geht. Assassin’s Creed: Origins ist seit dem 27. Oktober 2017 für PlayStation 4, Xbox One und Microsoft Windows erhältlich.

Assassin's Creed Origins

Einfach ist einfach ist einfach

Meine größte Sorge im Vorfeld war der Schwierigkeitsgrad. Die PS3 habe ich 2014 wegen WATCH_DOGS, einem anderen Ubisoft Titel gekauft, und das Spiel nie beenden können: Ich hing einfach an einer doofen Mission fest, egal, wie oft ich es probiert habe. Das hat gefrustet und nur dazu geführt, dass ich es einige Zeit später wieder verkauft habe. Origins habe ich auf dem Schwierigkeitsgrad Einfach durchgespielt und hier trifft die Beschreibung „Ich will ohne große Schwierigkeiten die Story sehen. Nehmt Rücksicht auf mich.“ wirklich zu! Wenn man sich an die Faustregel hält, immer das vorgeschlagene Level eines Gebiets bzw. einer Quest zu berücksichtigen oder maximal ein, zwei Level darunter zu bleiben, ist alles gut. Bosskämpfe waren absolut kein Problem, nur die Seeschlachten haben ein paar Anläufe mehr benötigt bis ich den Bogen raus hatte. Für jemanden wie mich, der seine gespielten Konsolenspiele an einer Hand abzählen kann, war das sehr ermutigend und hat mich nochmals viel vertrauter mit dem Controller an sich gemacht.

Kennst du eine, kennst du alle

Das manche Quests sich ähneln, ist klar. Gerade die Garnisonen haben mir aber spätestens nach der dritten nicht mehr wirklich Spaß gemacht und die unterschiedlichen Banditenlager und co. gingen in die gleiche Richtung. Hält man sich an die Level-Faustregel kann man (zumindest auf Einfach) durch diese ohne Schwierigkeiten durchgehen und alle Gegner töten, wenn sich diese in den Weg stellen. Die einzige Ausnahme war da die Mission von Aya, aber zu ihr komme ich später nochmal. Viele der Nebenquests verliefen sehr ähnlich und obwohl alles eingesprochen wurde, hört man irgendwann nur noch mit halben Ohr zu. Es gibt eine Stelle im Spiel, wo man wirklich stumpf mehrere Stunden nur leveln muss, bevor es mit der Hauptquest weitergehen kann, und ein, zwei anders angelegte Nebenquests hätten dem ganzen da gut getan.

Die Handlung tappt im Dunkeln

Wie eigentlich mittlerweile üblich, ist auch zu Origins ein Roman von Oliver Bowden erschienen. Gut zwei Wochen vor dem Spiel konnte man die Geschichte lesen, was auch Sinn macht: In Desert Oath (dt. Der Eid) erfährt man die Vorgeschichte von Bayek und Aya, und was es eigentlich mit den Medjay auf sich hat. Ohne dieses Vorwissen könnte der Anfang des Spiels etwas… merkwürdig auf Spieler wirken, denn es gibt keine Erklärungen. Die Hauptquest benötigt ein, zwei Stunden um in Gang zu kommen, und im Allgemeinen ist der zeitliche Verlauf der gesamten Handlung innerhalb von gut fünf Jahren (49 bis 44 v. Chr.) nicht immer offensichtlich. Mit mehr Ergänzungen von Aya könnte es vielleicht runder wirken und ich finde es wirklich schade, dass sie so wenig genutzt wurde. Bayek macht mit seiner sympathischen Art zumindest viel wett, und ich bin gerne mit ihm durch Ägypten gereist. Zum Ende der Hauptquest hin gibt es immer mehr und mehr Sprünge und rasante Entwicklungen, die teilweise zu rasant waren – die Motivation einige Charaktere bzw. des Ordens an für sich bleibt da auf der Strecke. Das Origins bezieht sich klar auf die Assassinen und es ist fast schon ironisch, dass es hier mit dem Tod einer geliebten Personen und der Vergeltung dafür beginnt.

„From darkness we have come and in darkness we shall stay. Humans are not meant to last forever. But this Creed will.“ | Auszug aus Aya’s letter, Hauptquest Birth of the Creed

Aya steht für Anfang

Im Vorfeld zu Origins habe ich mich vor allem auf Aya gefreut. Mit den letzten Titeln im Franchise sind immer mehr und mehr weibliche Charaktere eingebunden worden, und sie wirkte wie eine gute Ergänzung dazu. Im Roman mochte ich ihren Charakter ebenfalls sehr gerne, da sie weniger Naivität wie Bayek ausstrahlt und gerne Dinge hinterfragt. Da man in Syndicate zwischen Evie und Jacob immer wieder wechseln kann, hatte ich auch ähnliches für Origins gehofft – leider vergebens. Es gibt nur ein paar Missionen mit Aya als spielbaren Charakter und das meiste davon Seemissionen. Dabei waren ihre Missionen teilweise doch kniffliger, da sie ganz andere Fähigkeiten mitbringt bzw. eben nicht mitbringt. Zum Ende hin wirkt es im Rückblick auch komisch, dass sie dann plötzlich so in den Fokus rückt… wobei ich gegen einen weiteren Teil mit ihr als Hauptperson und Origins als doppeldeutigen Beginn der Bruderschaft UND Ayas Reise nichts einzuwenden hätte. Gerade, da Aya einen wichtigen, wenn nicht eigentlich sogar den entscheidenden Teil zur Formung der Bruderschaft beiträgt.

In der Moderne ist die Wüste los

Die Handlung in der Moderne ist immer ein Streitpunkt, wobei ich diesen Handlungsstrang wirklich liebe und immer gespannt bin, wie es hier mit einigen Charakteren weitergeht. In Origins kommt mit Layla Hassan ein neuer Charakter dazu, durch den wir nicht nur einen neuen Aspekt für den Animus erhalten, sondern indirekt auch eine Verknüpfung zum Film. Es ist immer noch sehr begrenzt, was man in der Gegenwart so mit ihr machen kann, und vorerst ist eigentlich nur eine Szene und ihr Computer (der Mailverkehr mit Otso Berg wegen dem Parkplatz, so herrlich!) wirklich interessant, aber es ist zumindest wieder ein Schritt in die richtige Richtung. Die Cutscenes in Syndicate waren zwar auch nett, aber nun mal nur Cutscenes und nicht spielbar.

(Neu-) Anfang?

Mit Origins ist ein neuer Einstieg ins Franchise möglich und es gibt natürlich neben einigen genannten Schwächen auch viele Stärken. Die vielleicht größte ist dabei wahrscheinlich die unglaubliche Optik und die vielen Facetten von Ägypten: An Orten wie Memphis oder Siwa hat man das Gefühl, dass wirklich alte Ägypten zu sehen, während in Alexandria oder in Kyrenaika der hellenistische Einfluss fast wie ein Kulturschock wirkt. Bayek ist ein sympathischer Protagonist, dessen Motivation man gut nachvollziehen kann, und der in allen Teilen des Landes sich zu behaupten weiß. Da Rom eine immer größere Macht darstellt, gäbe es noch einige spannende Geschichten, die man mit ihm oder Aya erzählen könnte… Die Pause hat dem Franchise auf jeden Fall gut getan und ich bin gespannt, was uns als nächstes erwartet!


BUCHDETAILS

The Art of Assassin’s Creed Origins
Verlag:
Titan Books
ISBN: 9781785655166
Erscheinungsdatum: 31.10.2017

Assassin’s Creed Origins: Desert Oath
Verlag: 
Ubisoft Publishing
ISBN: 9781945210280
Erscheinungsdatum: 10.10.2017

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[Momentan] KW 3 | 2018

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ARTIKEL
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BÜCHER
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FILME
Dieses Jahr könnte ein Jahr voller Filme werden, wenn sich der Trend der letzten zwei Wochen so fortsetzt… ich wollte ja eh endlich mal die ungesehenen DVDs auf Null bringen. Mit Arrietty – Die wundersame Welt der Borger gab es mal wieder einen Ausflug in die Welt der Studio Ghibli Filme: Wunderschön anzusehen mit toller Musik. Ich mag, wie ruhig und entspannend diese Filme sind und das man wieder etwas in die Kindheit versetzt wird. Das Ende war hier zur Abwechslung mal bittersüß. Bei Gantz – Die komplette Saga hat mich die Geschichte sehr angesprochen. Man muss schon beide Filme –Spiel um dein Leben sowie Die ultimative Antwort– sehen, um eine runde Geschichte zu haben, dafür war diese dann auch sehr unterhaltsam und mal was anderes. 

Avatar: Aufbruch nach Pandora habe ich jetzt schon mehrfach gesehen, aber der Film altert erstaunlich gut und macht immer noch großen Spaß. Braucht es da überhaupt noch weitere Teile? Ich weiß ja nicht… Bei der Stirb langsam Reihe würde ich fast sagen, dass sie es lieber lassen sollten. Nach langer Zeit mal wieder in Stirb langsam – Ein guter Tag zum Sterben reingeguckt und das war mal ein Satz mit x. Die McClane Männer verursachen ein ellenlanges Verkehrschaos in Moskau und mir war so langweilig, dass ich gar nicht weitergeschaut habe.

Der Trailer zu Disney’s The Nutcracker and the Four Realms ist bereits gut einen Monat draußen, aber ich bin jetzt erst darüber gestolpert… und hach, sieht das toll aus! Von der Musik mal ganz zu schweigen. Den Film muss ich auf jeden Fall im Kino sehen.

VIDEO

[Gelesen] Scherben der Dunkelheit

Der Zirkus ist einer dieser Orte, denen etwas fantastisches und nostalgisches in der Vorstellung anhaftet. Ich kann mich nur noch schemenhaft an den einzigen Zirkusbesuch als kleines Mädchen erinnern, aber allein das Betreten des Zeltes in diese ganz eigene Welt hatte etwas magisches. Auch auf Schriftsteller übt dieser Ort immer wieder seine Faszination aus, und so gibt es immer wieder Geschichten, die an diesem spielen. Mit Scherben der Dunkelheit entführt uns Gesa Schwartz in den Dark Circus irgendwo in Frankreich, der sprichwörtlich von der Begeisterung seiner Besucher zerrt und seine Artisten immer tiefer und tiefer ins Dunkle zieht.

Gesa Schwartz: Scherben der Dunkelheit

Traue niemals dem Schein

Statt mit ihren Eltern in den Urlaub zu fahren, besucht die sechszehnjährige Anouk in den Ferien ihre Verwandtschaft in einem kleinen Städtchen in der Bretagne. Gleich zu Beginn der Geschichte kommt der Zirkus in die Stadt und gemeinsam mit ihrer Cousine besucht Anouk die Vorstellung. Dabei gelingt ihr, was sonst kaum jemanden glückt: Sie schafft es kurz hinter die Magie der Manege zu blicken. Das bleibt allerdings nicht unbemerkt, und der Zirkus zieht sie daraufhin immer mehr und mehr in seinen Bann – nicht zuletzt durch den Zauberer Rhasgar. Allerdings muss Anouk schnell feststellen, dass Geheimnisse und Verrat zwischen den Artisten herrscht und der Dark Circus einen hohen Preis dafür verlangt, ein Teil von ihm zu sein.

Ort voller Zauber in einer verlorenen Welt

Ich habe etwas gebraucht, um mich in die Geschichte von Anouk einzufinden. Richtig ins Rollen kommt die Handlung erst, nachdem sie ein Teil des Dark Circus wird und bis dahin vergeht doch das ein oder andere Kapitel. Ironischerweise kam sie mir auf diesen Seiten als Charakter sehr farblos vor, was sich im Verlauf der Geschichte immer mehr legt – fast so, als würden ihre Auftritte als Königin der Farben in der Manege auf sie abfärben. Obwohl der Dark Circus seine Artisten mit fantastischen Fähigkeiten beschenkt, ist es ein Teufelspakt, aus dem der eine Teil der Charaktere ausbrechen mag, während der andere Teil den Zirkus mit aller Macht beschützen will. Wem also vertrauen? Und wie bricht man einen Fluch ohne seinen Ursprung zu kenne? Trotz dieser und weiterer Fragen, ist es eigentlich eine sehr gradlinige Handlung, die Schwartz in Scherben der Dunkelheit durchspielt. Diese Gradlinigkeit fällt aber dank einiger Wendungen, Rückschläge und vor allem der sehr poetischen Sprache der Autorin kaum auf.

Die Königin der Farben und ihr Zauberer

Wie so häufig in Jugendliteratur, spielt auch in Scherben der Dunkelheit die Liebe eine große Rolle. Anouk verliebt sich etwas arg schnell, allerdings mochte ich sehr, wie sich ihre Beziehung entwickelt: Immer wieder wird betont, dass sie ihren Herausforderungen nur gemeinsam stark genug entgegentreten können und das Gespräch miteinander gesucht. Bedingt durch die jeweilige Vorgeschichte der Charaktere ist es zudem eine sehr vorsichtige und sich langsam entwickelnde Liebesgeschichte, was eine schöne Abwechslung zu dem normalen Jugendbuchschema ist. Wo es für mich allerdings -abgesehen von dem etwas holprigen Anfang- geharkt hat, war zum einen der Verlauf der Zeit und zum anderen die Auflösung, was hinter dem Zirkus steckt.

So möchte Schwartz zum Beispiel das Gefühl vermitteln, dass der Zirkus seit Jahrhunderten besteht und einige der Artisten so mit seit geraumer Zeit in ihm gefangen sind. Es werden dann aber sehr zeitgenössische Anspielungen eingebunden und die Charaktere verhalten sich sehr modern… länger als zwei, drei Jahrzehnte würde ich dem ganzen daher vom Gefühl eigentlich nicht geben? Verwirrend. Auch die schlussendliche Auflösung muss man einfach so hinnehmen, da es im Vorfeld keine Hinweise darauf gibt. Die Zeit, die man mit Anouk allerdings im Zirkus verbringt, ist ein toller Ausflug in eine magische Welt – und ich freue mich, sie und all die anderen irgendwann noch einmal zwischen den Seiten zu besuchen.

„Tritt ein“, sagte er, und sein Lächeln kehrte zu ihm zurück. „Willkommen im Reich der Dunkelheit.“ Er vollführte eine vornehme Geste, um ihr Einlass zu gewähren, und sie zögerte nicht länger. Mit einem einzigen Schritt betrat sie das Gelände des Dark Circus. | Seite 134


* Die Textüberschriften sind dieses Mal alle direkt aus dem Buch entliehen! Wenn ich schon nicht zig Zitate aus dem Buch für Euch einbinden kann, so bekommt Ihr so zumindest einen Hauch von Schwartz‘ wunderbarer Sprache.

Weitere Eindrücke zum Buch findet Ihr bei Buchstabenstadt, his & her books, Miss PageTurner, Poesiegeklecker, Zeit für neue Genres, Gedankenvielfalt und Bücherhimmel.


VIELEN DANK AN CBT FÜR DAS REZENSIONSEXEMPLAR!

BUCHDETAILS

Verlag: cbt
ISBN:  9783570164853
Erscheinungsdatum: 25.09.2017
Bewertung: 3.5/5

Jahresrücklick 2017

Goodbye 2017, Hello 2018

Die Fragen stammen aus den Jahresrückblicken von Mama Miez

1. Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war dein Jahr? 
4.

2. Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen.

3. Haare länger oder kürzer?
Länger.

4. Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Kurzsichtiger.

5. Mehr Kohle oder weniger?
Etwas mehr.

6. Besseren Job oder schlechteren?
Schlechteren, leider.

7. Mehr ausgegeben oder weniger?
Gleich viel? Vielleicht etwas weniger.

8. Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Erfahrung, Erinnerungen und Stärke.

9. Mehr bewegt oder weniger?
Gleich viel.

10. Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Erkältungen und Zahnschmerzen. Brrrr!

11. Davon war für Dich die Schlimmste
Definitiv die Zahnschmerzen.

12. Der hirnrissigste Plan
Nicht hirnrissig per se, aber es hätte definitiv effektivere Wege gegeben für meine Prüfung zu lernen… da es aber geklappt hat ignorieren wir das einfach 😉

13. Die gefährlichste Unternehmung?
In 2017 gab es nur sichere Unternehmungen mit wenig Risiko.

14. Die teuerste Anschaffung
Ein neuer Fernseher, dicht gefolgt von der PS4… beides hat sich aber bereits bezahlt gemacht und wird genutzt.

15. Das leckerste Essen?
Ich war mit einigen meiner Kollegen essen, und der Auflauf war genial! Und der Abend an sich war auch einfach nur schön und ein toller Abschluss für die gemeinsame Zusammenarbeit.

16. Das beeindruckendste Buch?
In 2017 habe ich unglaublich tolle, berührende Titel gelesen… wobei Lily und der Oktopus wahrscheinlich den tiefsten Eindruck hinterlassen hat, dicht gefolgt von Der langer Weg zu einem kleinen zornigen Planeten.

17. Der ergreifendste Film?
Your Name – den Wendepunkt in der Geschichte sieht man einfach nicht kommen und die Tränen sind nur so gekullert.

18. Die beste CD?
In ein ganzes Album habe ich mich eigentlich nicht verliebt, allerdings gefällt mir mittlerweile (nicht zuletzt durch das Konzert!) Lang Lebe der Tod von Casper sehr viel besser.

Casper Konzert

19. Das schönste Konzert?
Das Casper Konzert im November: Es wurden eigentlich nur meine liebsten Lieder gespielt und war ein ganz besonderer Abend mit tollen Leuten. Im März habe ich noch Dave Hause gesehen, wobei bei dem Konzert weniger die Musik gut war, sondern die Leute, die ich getroffen habe.

20. Die meiste Zeit verbracht mit?
J.

21. Die schönste Zeit verbracht mit?
A.

22. Zum ersten Mal getan?
Mit meiner Nichte ein Museum besucht.

23. Nach langer Zeit wieder getan?
Ein Musical besucht, und zwar endlich, endlich Tanz der Vampire ♥

24. Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen
Streitereien und Verlust.

25. Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Hmm, wirkliche Überzeugungsarbeit habe ich in 2017 nicht geleistet bei irgendwem.

26. Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Die Weihnachtskarten für ein paar liebe Menschen.

27. Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Ich habe so viele tolle Geschenke dieses Jahr bekommen, und auch so viele schöne Stunden mit meinen Freunden verbringen können – da will ich fast keines hervorheben. Was allerdings großartig gelöst war, war mein letzter Tag auf der alten Arbeit. Ich mag kein großes Tamtam um meine Person und glücklicherweise haben das alle respektiert.

28. Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Sie haben bestanden.“

29. Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Hab dich lieb.“

30. Dein Wort des Jahres?
Überleben.

31. Dein Unwort des Jahres?
Beileid.

32. Dein(e) Lieblingsblog(s) des Jahres?
Die Liste ergänzen dieses Jahr ivy.booknerd und Letterheart

33. Vorsätze fürs neue Jahr
Wirkliche Vorsätze habe ich nicht, allerdings möchte ich bewusster konsumieren und vermehrt die angesammelten Bücher und DVDs genießen, bevor viel neues dazukommt.

34. Zum Vergleich: Verlinke Deine Rückblicke der vorigen Jahre:
2014 | 2015 | 2016


Gelesene Bücher 2017

  • Mehr oder weniger 63.669 Seiten in 180 Büchern gelesen.
  • 8.437 Minuten (~140 Stunden oder 5 Tage) Hörbücher gehört, am meisten im Oktober und an Samstagen beim Einkaufen.
  • Nach Hamburg, Köln, Münster, Wiesbaden und Magdeburg gereist.
  • Liebstes Musical live erlebt, ein weiteres tolles gesehen und eines für 2018 geplant.
  • Mit einer Fähre auf der Elbe gefahren.
  • Tolle Filme im Kino gesehen.
  • Die Büchermeile unsicher gemacht.
  • Mehrere Ausstellungen und Museen besucht.
  • Ausbildung erfolgreich abgeschlossen.
  • Bei Leserunden mich mit lieben Menschen zu tollen Titeln ausgetauscht.
  • Ein Lieblingsspiel ein zweites Mal komplett durchgespielt.
  • Zwei anstrengende Verwandtenbesuche überstanden.
  • Mit vielen Herzensmenschen Post und Pakete ausgetauscht.
  • Während einer Reise einen Zwischenstopp für einen Kaffee mit einer lieben Person eingerichtet.
  • Neue Ausweisdokumente beantragt.
  • Haare getönt.
  • Ein Gewinnspiel organisiert und durchgeführt.
  • Über Kleinanzeigen ein Wunschregal gefunden und den Zuschlag dafür erhalten.
  • Zwei Gastbeiträge geschrieben.
  • Büchereikarte reaktiviert.
  • Neue Arbeit angefangen.
  • Ein Spiel, dass ich mir nicht zugetraut habe, komplett durchgespielt.
  • Auf Wiedersehen gesagt.
  • 27 geworden.Moodboard 2017

“It gets better. It never gets easy, but it does start to hurt a little less.” ― Seanan McGuire: Every Heart a Doorway

Bücher, Bücher! Neuzugänge im Dezember 2017

Wenn man schon kaum zum Lesen kommt, kann man zumindest Bücher kaufen wie verrückt, richtig? So oder so ähnlich ist das jedenfalls hier im Dezember gelaufen. Es gab noch eine Nachlieferung vom schwarzen Freitag, einige Vorbestellungen, Geschenke, Spontan- und Frustkäufe… und damit ist wieder ordentlich was zusammengekommen. Wie ich in 2018 quasi diese Menge im gesamten Jahr nur kaufen mag? Ich habe nicht den geringsten Plan, aber irgendwie wird das schon. Muss es generell, denn allzu viel Regalplatz ist gar nicht mehr vorhanden und es gilt noch so viele spannende ungelesene Bücher, die ich bereits da habe, zu entdecken!

Mir ist dieses mal nach etwas Statistik zu diesem Haufen -falls Ihr mehr zu dem warum, wieso, weshalb diese Titel hören wollt, das findet Ihr im Video unten-, also gibt es diese in aller Kürze:

  • Von den 31 Neuzugängen habe ich 5 Titel (entspricht 16 Prozent) bereits gelesen.
  • 25 Prozent der neuen Bücher sind Klassiker.
  • 50 Prozent der Neuzugänge sind gebrauchte Bücher.
  • In 2 Buchboxen gab es 3 Bücher für mich, und alles Titel, die ich eh haben wollte.
  • 25 Prozent meiner Neuzugänge habe ich geschenkt bekommen.
  • An Vorbestellungen sind 4 Bücher im Dezember angekommen, genauso viele neue Bücher habe ich mir auch gekauft.
  • Mein SuB ist insgesamt um 57 Prozent in einem Jahr gewachsen. Ups.

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Ivan Turgenev: Kasyan from the Beautiful Lands /  Elena Ferrante: Those Who Leave and Those Who Stay Thomas Pynchon: Gravity’s Rainbow Jennifer Donnelly: Revolution  / Alwyn Hamilton: Rebellin des Sandes / Alwyn Hamilton: Verräterin des Throns / Agatha Christie: Der Tod auf dem Nil / Brom: Krampus / Audrey Niffenegger: Die Frau des Zeitreisenden / Alexa Hennig von Lange: Die Welt ist kein Ozean / Gabrielle Prendergast: Zero Repeat Forever / Anna Carey: Blackbird / William Sutcliffe: Auf der richtigen Seite Pasi Ilmari Jääskeläinen: Secret Passages in a Hillside Town / Patrick Süskind: Perfume: The Story of a Murderer Rhoda Belleza: Herrscherin der tausend Sonnen / S.A. Chakraborty: The City of Brass Robert Louis Stevenson: Dr. Jekyll und Mr. Hyde / Renée Knight: Disclaimer / Andy Weir: Artemis / Teri Wilson: Unleashing Mr. Darcy / Oscar Wilde: Only Dull People Are Brilliant at Breakfast / Leigh Bardugo: Shadow and Bone / Leigh Bardugo: Siege and Storm / Leigh Bardugo: Ruin and Rising / Terry Pratchett: Night Watch / Claudia Gray: Constellation – Gegen alle Sterne / Olga Nather: Russisches Alphabet in 33 Zügen / Seanan McGuirre: Every Heart a Doorway / Tom Fletcher: The Christmasaurus – The Musical Editon / Truman Capote: In Cold Blood Ivan Turgenev: First Love

“Spend your money on the things money can buy. Spend your time on the things money can’t buy.” ―
Haruki Murakami: The Wind-Up Bird Chronicle

[Leseplan] Januar 2018

Mit dem März 2016 hat es angefangen, dass ich mir zu Anfang eines Monats immer fünf ungelesene Titel aus den Regalen suche, die es in den nächsten Wochen zu lesen gilt. Irgendwie funktioniert dieses System für mich ganz gut und es ist die absolute Ausnahme, dass ich einen der Titel in den Folgemonat mitnehmen muss – wenn ich schon sonst im Chaos versinke, sowas schaffe ich. Verrückt! Für den Januar habe ich jetzt lang hin und her überlegt, wie ich den Plan aufstellen soll. Denn gleich zu Anfang des Jahres erscheinen 30 Prozent all meiner Vorbestellungen für 2018! Verrückt, oder? Und tatsächlich fiebere ich all diesen Titeln bereits entgegen und möchte sie am liebsten sofort lesen… während noch so einige angefangene Bücher zu beenden sind. Anstatt jetzt also fünf Bücher herauszusuchen, diese ebenfalls anzufangen und dann später ins straucheln zu kommen, lautet der Plan schlicht: Weitestgehend angefangene Bücher beenden und die Neuerscheinung verschlingen. Und nicht verzweifeln daran, dass die Lesezeit aktuell so gering ist, weil man zehntausend Dinge in die ach viel zu wenigen Stunden des Tages versucht unterzubringen.

Leseplan Januar 2018

“Books don’t offer real escape, but they can stop a mind scratching itself raw.” ― David Mitchell: Cloud Atlas

[Momentan] KW 1 | 2018

KW 1 | 2018ARTIKEL
8 Things I’ve Learned – A Year Into Blogging | We’re All Optimists | How To Start a Blog – Beginner’s Guide for 2018

BÜCHER
Neuerscheinungen 2018 | Seine Bilder gaben Büchern ein Gesicht | Einfach „Bricklebrit!“ sagen, dann rollt der Rubel: Woher die Brüder Grimm „Tischleindeckdich“ hatten | Two dying memoirists wrote bestsellers about their final days. Then their spouses fell in love. | Spreadsheet: Books 2018 | 10 of the Most Anticipated Young Adult Books of 2018 | How to read more books in 2018 2018 in books: a literary calendar

FILME
In den letzten zwei Wochen habe ich verhältnismäßig viele Filme gesehen, was unter anderem an Silvester lag, denn mehr als lecker Essen und eben Filme schauen machen wird da eigentlich nie. Pets hat beim gemeinsamen Schauen viel mehr Spaß gemacht – ich mag nur alle anderen Tiere außer die beiden Hunde, um die sich alles dreht, viel lieber! Einen zweiten Teil mit anderem Fokus fände ich gar nicht schlecht. Zu Ostfriesenkiller kenne ich die Buchvorlage zwar nicht, aber der Krimi war an sich ganz okay. Die Auflösung am Ende war überraschend und vor allem die Leistung von Svenja Jung war super.

Mit Kevin – Allein zu Haus und Die Reifeprüfung habe ich zwei regelrechte Filmklassiker gesehen, und war relativ gelangweilt bei beiden. Bei Kevin – Allein zu Haus erwartet man irgendwie, dass es die ganze Zeit nur um die Verteidigung des Heims gegen die Einbrecher geht und dabei war das nur so ein kurzer Abschnitt des Films? Hmm, da gibt es andere Weihnachtsfilme, die ich lieber schaue. Die Reifeprüfung dagegen hat einen tollen Soundtrack dank Simon & Garfunkel, aber zieht sich ungemein. Ich weiß, dass es hier ebenfalls eine Buchvorlage gibt und vielleicht ergeben einige Szenen mit dem entsprechenden Hintergrundwissen ja mehr Sinn? Warum Benjamin bestimmte Dinge tut oder eben nicht tut verstehe ich nicht und wirklich alle Charaktere waren unsympathisch.

SERIEN
Momentan hat mich Erased (2017) so vollkommen in seinen Bann gezogen, dass ich da wahrscheinlich einen eigenen Beitrag zu tippen muss. Ich lese parallel gerade auch den Manga Die Stadt, in der es mich nicht gibt, auf den die Serie basiert, und es ist einfach so eine gelungene und spannende Umsetzung! Satoru Fujinuma hat die Fähigkeit in die Vergangenheit zu reisen, um Gefahren abzuwenden oder Vorfälle zu verhindern. Normalerweise handelt es sich dabei nur um wenige Minuten, aber ein Vorfall zu Beginn der Handlung sorgt dafür, dass Satoru auf einmal 18 Jahre zurück in seine Grundschulzeit reist. Drei Kinder wurden damals entführt und getötet, der wahre Täter blieb unerkannt. Ob Satoru dieses Unrecht geraderücken kann?

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