[Leseplan] April 2017

Schon wieder ein Monat herum… Aber dafür ist bald Ostern und es wird draußen von Tag zu Tag schöner! Mit dem letzten Leseplan bin ich auch wieder super gefahren, obwohl A Conjuring of Light sich unglaublich gezogen hat. Für April habe ich – abgesehen von THUG – Geschichten mit vielen übernatürlichen Elementen aus den Regalen herausgesucht:

  • Stephanie Garber: Caraval (Caraval #1)
    Im Moment ist das Buch wirklich überall zu sehen und ich bin so gespannt, ob es dem ganzen Hype wirklich gerecht wird. Wunderschön gestaltet ist es auf jeden Fall!
  • Laura Ruby: Bone Gap
    Mal wieder etwas magischer Realismus zwischendurch. Das Cover mit der Biene erinnert mich auch irgendwie an Frühling 🙂
  • Samantha Shannon: The Song Rising (The Bone Season #3)
    Eigentlich wollte ich das Buch schon im März ziemlich direkt nach Band 2 lesen, aber dann hatte ich doch mehr Lust auf ein paar andere Titel… und The Mime Order musste auch noch kurz sacken. Dafür dann jetzt aber im April!
  • Angie Thomas: The Hate U Give
    Noch ein gehypter Titel zu dem ich bisher wirklich noch gar nichts negatives gehört habe… dafür wird aber ein sehr wichtiges Thema angesprochen und ich bin super gespannt, was mich erwartet.
  • Holly Black: Weißer Fluch (Curse Workers #1)
    Die Curse Workers Reihe ist jetzt schon ewig auf meiner Leseliste, dass es wirklich mal Zeit wird. Theoretisch kann ich sie auch gleich in einem Rutsch durchlesen, je nachdem, ob mir der erste Band überhaupt gefällt.
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Lesepensum: 2.012 Seiten | ~67 Seiten pro Tag

“Stories are the wildest things of all, the monster rumbled. Stories chase and bite and hunt.”
Patrick NessA Monster Calls

[Gesehen] Filme/Serien zu Versailles

Manchmal verliert man an bestimmte Orte sein Herz und hat von Zeit zu Zeit großes Fernweh nach ihnen, egal, ob man schon mal dort war oder nicht. Ich bin immer noch unglaublich glücklich, dass wir im Parisurlaub 2014 die Möglichkeit genutzt haben, einen solchen Ort für mich zu besuchen: Versailles.

Versailles Versailles

Die Anlage rund um das Schloss ist sehr weitläufig und neben dem eigentlichen Schloss sind auch die weiteren Gebäude wie der Trianon oder die Domaine Marie-Antoinette absolut sehenswert -auch wenn sich die meisten Besucher natürlich eher im Schloss und dort vor allem im Spiegelsaal tummeln- und den Tagesausflug allemal wert gewesen. Versailles ist auch definitiv ein Ort, zu dem ich gerne zurückkehren mag. Da dieser Wunsch aber im Moment nicht ohne weiteres zu erfüllen ist, muss das Fernweh auf andere Art und Weise gestillt werden… und Filme beziehungsweise Serien bieten sich dafür super durch ihre Bilder an!

Es gibt sicher noch viel mehr Titel, aber erstmal halten diese aus meiner Sammlung das Fernweh etwas in Schach:

Versailles (seit 2015) | Trailer
„Your palace of dreams is becoming a haven of plotting, treachery, depravity, infidelity and immortality.“ 

Die teuerste französische Fernsehproduktion und sie sieht einfach blendend aus! Die Handlung ist in 1667 angesiedelt: Louis XIV ist zu dieser Zeit 28 und beginnt mit dem Ausbau des Jagdschlosses Versailles in das spätere Residenzschloss. Der französische Hof wird von Paris hier hin verlegt und schnell gibt es Intrigen, Verrat, Liebelein und allerlei Stolpersteine für den jungen König. An ein paar Stellen gibt es vielleicht schon wieder zu viel nackte Haut zu sehen, aber die verschiedenen Handlungsstränge machen großen Spaß und ich mag diese Art Serie sehr gerne. Der Konflikt zwischen den königlichen Brüdern ist dabei wahrscheinlich mein liebster. IMG_3214Die Gärtnerin von Versailles (2014) | Trailer
↳ „Das Schloss Versailles soll der Stolz Frankreichs sein, mit Gärten von unvergleichlicher, einmalige Schönheit. Es soll der Himmel auf Erden sein.“

Die Handlung dieses Films hat mit der tatsächlichen Geschichte sehr wenig gemein und man sieht auch nicht viel vom Schloss. Allerdings ist die Idee zu zeigen, wie viel Arbeit allein hinter einer Anlage in den Gärten steckt, doch ganz nett.

Marie Antoinette (2006) | Trailer
„This, Madame, is Versailles.“

Bei meinem ersten Parisbesuch waren überall in der Stadt Poster für diesen Film zu sehen und ich habe mich irrsinnig darauf gefreut, ihn später in Deutschland zu sehen. Im Kino habe ich ihn dann doch verpasst, aber dafür die DVD sofort nach Erscheinen besorgt – und seitdem bin ich restlos verliebt in Marie Antoinette. Die Bilder, der anachronistische Soundtrack und die perfekt besetzte Kirsten Dunst sind einfach nur großartig! Bei diesem Film mag man wirklich ständig auf Pause drücken und in die Szenen geradezu hineinsteigen. Hach, einer meiner allerliebsten Lieblingsfilme!

Leb wohl, meine Königin! (2012) | Trailer
↳ „Ihnen zu dienen ist mein größter Wunsch, Eure Majestät.“

Dieser Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Chantal Thomas: Durch die Augen der fiktiven Vorleserin der Königin, Sidonie Laborde, erlebt man die Tage vom 14 bis 16 Juli 1789. Hier bekommt man Versailles aus der Sicht der Dienerschaft zu Gesicht, was sehr spannend ist. Generell ist der Film weniger auf seine Dialoge oder Bilder aus, sondern es geht vielmehr um die beedrückte Stimmung, die im Schloss rund um den Fall der Bastille und die einbrechende Revolution herrscht. 

Midnight in Paris (2011) | Trailer
„Nostalgia is denial – denial of the painful present… the name for this denial is golden age thinking – the erroneous notion that a different time period is better than the one one’s living in – it’s a flaw in the romantic imagination of those people who find it difficult to cope with the present.“

Gut, dieser Film hat sich hier etwas rein geschummelt: Zwar gibt es zwei Szenen in Versailles, aber sie sind schon arg kurz. Trotzdem verursacht dieser Film sofort das Bedürfnis nach Paris und das nahe gelegene Versailles zu fahren, und gefällt mir von anschauen zu anschauen immer besser. Daneben wird die Thematik des Golden Age Thinking super erläutert und vorgeführt.

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Auf meiner Liste standen noch drei Titel, die ich gerne zumindest noch erwähnen mag, selbst wenn sie nicht hundertprozentig passen:

  • Outlander – Season 2 (2016)
    In der zweiten Staffel von Outlander geht es nach Frankreich und ja, Jamie und Claire sind auch in Versailles. Allerdings sind das nur sehr wenige Szenen und gefühlt hätte das auch ein anderer Schauplatz sein können? Daher eher ungeeignet für diese Liste.
  • Die Rosen von Versailles (1979-1980)
    Ich habe ein Talent dafür, dann Manga lesen zu wollen, wenn sie vergriffen und nur noch zu astronomischen Preisen zu bekommen sind… ich hatte mit ca. 14 Jahren den ersten Band rund um Lady Oscar François de Jarjayes in der Bücherei gelesen und habe in Erinnerung, dass ich ihn mochte. Da die darauf basierende Animeserie eher erschwinglich ist, werde ich sie mir im Laufe der nächsten Monate sicher holen und überraschen lassen wie es mir jetzt gefällt. Aufgrund der Zeichnungen wird es allerdings nicht den selben Effekt beim Schauen haben wie Aufnahmen an den Originalorten, daher ebenfalls nur bedingt für diese Liste geeignet.
  • The King’s Daughter (2015? 2017?)
    Der mysteriöseste Film auf dieser Liste. Zwischendurch hieß er The Moon and the Sun und das Erscheinungsdatum wurde gefühlt bereits mehrfach nach hinten geschoben. Hier soll wieder Louis XIV eine Rolle spielen, da er irgendwie eine Meerjungfrau fängt, um Unsterblichkeit zu erlangen… Nichts genaues weiß man, aber Pierce Brosnan und Kaya Scodelario spielen in den Hauptrollen mit und von den wenigen Promobildern, die es bislang u. a. auf IMDB gibt, verspricht die Optik gut zu werden. Sollte er also irgendwann erscheinen, werde ich ihn sicherlich gucken!

Und dann gibt es natürlich noch einige Dokumentationen zu Versailles, von denen ich zwei Stück empfehlen kann. Zum einen wäre da die -passend zur Erstausstrahlung der Serie Versailles in Großbritannien- von der BBC produzierte Doku The Real Versailles, welche immer wieder mit Ausschnitten aus der Serie versetzt ist. In der knapp einstündigen Doku wird sich stark auf Louis XIV und den Ursprung des Schlosses konzentriert. Zum anderen gibt es noch die dreiteilige  Doku The Rise and Fall of Versailles, welche sich mit allen drei Königen, die in Versailles residiert haben, beschäftigt: Louis XIV, Louis XV und Louis XVI.

Könnt ihr mir noch weitere Filme oder Serien empfehlen, die einen Bezug zu Versailles haben? Oder habt ihr vielleicht auch einen Ort, nach dem ihr Fernweh habt?

[Gehört] Der Herr der Ringe – Das Hörspiel

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Das Fantasieuniversum, welches J. R. R. Tolkien rund um Mittelerde aufgebaut hat, ist nicht ohne Grund eines der beliebtesten in diesem Genre… Vielleicht gerade auch, weil so viel Liebe in den Details und dem Weltenaufbau an sich liegt. Mir ist von all den Geschichten, die es in Mittelerde zu entdecken gibt, Der Herr der Ringe immer noch die liebste. Die Geschichte rund um Frodo, seine Gefährten und den einen Ring ist eine, die ich immer und immer wieder lesen und etwas neues darin entdecken kann, und ich glaube, ich habe tatsächlich kein Buch häufiger als dieses gelesen. Vor Ewigkeiten hatte ich aus der Stadtbücherei schon einmal die Hörspiele zum Hobbit und Herrn der Ringe ausgeliehen, aber dank Kratzern nicht komplett genießen können – umso mehr habe ich mich jetzt über die Neuausgabe des Hörspiels zu Der Herr der Ringe gefreut!

Das Hörspiel, welches unter der Regie von Bernd Lau entstand, wurde vom Südwestrundfunk (SWR) und dem Westdeutschen Rundfunk (WDR) produziert und zwischen Januar und April 1992 das erste Mal im Radio ausgestrahlt. Seit 1992 gibt es das Hörspiel auch auf unterschiedlichen Medien zu kaufen, sei es auf MCs, CD oder -in der Neuausgabe- auf mp3 CDs. Aber trotz des stattlichen Alters des Hörspiels hört man ihm dies nie an! Die Aufnahme hat etwas zeitloses an sich, das perfekt zu der erzählten Geschichte passt.

Apropos Geschichte: Das Hörspiel gibt natürlich im Gegensatz zu einer Komplettlesung nicht den Wortlaut von Tolkien eins zu eins wieder. Das fand ich jetzt eigentlich gerade zum Anhören eher erfrischend, da Tolkien sich auch gerne mal in Beschreibungen der Umgebung und ähnlichem verläuft. Es schadet aber sicher nicht, zumindest grob den Handlungsrahmen im Vorfeld zu kennen, damit man bei der Fülle der Personen und Orte nicht komplett ins kalte Wasser geschmissen wird. Besonders schön ist mir in diesem Zusammenhang auch die Untermalung der Handlung durch die Musik von Zwettkopf aufgefallen, die die Stimmungen perfekt einfängt und somit das Kopfkino nur noch mehr unterstützt. Das ist im Gegensatz zu reinen Hörbüchern immer einfach nur schön, vor allem, weil ich diese Medien am liebsten abends vorm Schlafen höre.

Das Hörspiel ist in einem wunderbaren Slipcase, welches etwas größer als eine normale CD-Hülle ist. Für die Gestaltung wurden Illustrationen von Alan Lee herausgesucht, die sehr gut zu der leicht düsteren Gestaltung der Verpackung passen. Im Booklet findet sich eine Liste der Rollen und ihrer Sprecher sowie ein paar Details zu diesen. Die Aufteilung der Kapitel ist im Inneren der Hülle abgedruckt, ebenso wie eine Auflistung weiterer Titel von Tolkien, die der Hörverlag im Programm hat.

Mit etwas mehr als 11 Stunden Laufzeit hat das Hörspiel zu Der Herr der Ringe eine gute Länge und entführt den Zuhörer von der ersten Minute an direkt wieder nach Mittelerde. Sicherlich nicht das erste und einzige Mal, dass ich diesem wunderbaren Hörspiel gelauscht habe und für jeden Mittelerde-Fan eine absolute Bereicherung und Empfehlung!

hdrh-4Vielen Dank an der Hörverlag für Bereitstellung des Rezensionsexemplars!


HÖRBUCHDETAILS

Verlag: der Hörverlag
Laufzeit: ca. 11h 27 min | 2 mp3 CDs
ISBN: 9783844524765
Erscheinungsdatum: 14. November 2016
Sprecher: u.a. Rufus Beck, Matthias Haase, Hans Peter Hallwachs
Musik: Peter Zwettkopf
Bewertung: 5/5

[Gesehen] Die Schöne und das Biest (2017)

Dank meiner Mutter habe ich seit klein auf eine große Liebe für Disney-Filme und kann mir diese einfach immer wieder ansehen. In den letzten Jahren sind einige schöne Titel dazugekommen, aber die älteren Filme haben natürlich noch einen etwas höheren, nostalgischen Faktor: Mulan ist immer noch mein Lieblingsfilm, aber dicht dahinter ist schon Die Schöne und das Biest. Die Geschichte, welche auf dem gleichnamigen Märchen von Gabrielle-Suzanne Barbot de Villeneuve basiert, gibt es in den unterschiedlichsten Fassungen, aber die Interpretation von Disney ist vermutlich auch noch nach 26 Jahren eine der bekanntesten und beliebtesten.

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„And, as I always say, ‚If it’s not Baroque, don’t fix it!'“ – Cogsworth, Beauty and the Beast (1991)

Ich mag gar nicht so sehr ins Detail gehen oder intensiv den Film besprechen – dafür müsste ich ihn auch definitiv erst ein weiteres Mal sehen – aber zumindest ein paar Aspekte habe ich raus gesucht, zu denen es ein wenig was zu schreiben gibt:

Aus alt mach neu (oder so)

Die Neuauflage bzw. Neuinterpretation der alten Klassiker als Realverfilmungen ist etwas, dass Disney jetzt schon seit ein paar Jahren macht (Bsp.: Das Dschungelbuch und Cinderella) und in deren Zuge auch noch einige Filme angekündigt sind (u. a. Aladdin und Mulan!). Das kann man auf jeden Fall kritisch sehen und auch hinterfragen, inwiefern es diese Neuauflagen neben den Zeichentrickfilmen denn überhaupt braucht… gerade bei Die Schöne und das Biest steht diese Frage definitiv im Raum, denn: An der Handlung ändert sich nicht viel, über weite Strecken des Films wird das Original fast identisch adaptiert. Das ist sowohl eine Stärke als auch Schwäche des Films,  denn das Original ist nun mal fast perfekt. Warum sollte Disney das Rad also komplett neu erfinden und so womöglich alte Fans vergraulen? Ein bisschen mehr Mut wäre aber wirklich wünschenswert gewesen, weil einige interessante Ansätze definitiv da waren…

Lieder so weit die Ohren hören

Disney bedeutet häufig auch Musik und das ist auch in diesem Film nicht anders. Die Schöne und das Biest geht in Richtung Musical und Gott sei Dank ist ein Großteil der alten Lieder mit von der Partie. Etwas schade ist, dass Human Again (dt. Mensch wieder sein) nicht dabei ist, aber Days In The Sun (dt. Tage im Licht) ist ein netter Ersatz. Die größte Ergänzung ist sicherlich das Lied Evermore (dt. Ich warte hier auf dich), welches ich wunderschön finde. Alan Menken, der bereits am Originalsoundtrack mitgewirkt hat, konnte ebenfalls für das Projekt gewonnen werden und man hört es. Was man auch hört, ist, dass ein paar Schauspieler zwar gut auf die Rollen passen, ihre Stimmen für Gesang aber nur mittelmäßig geeignet sind. Ein Hoch auf Autotune und schöne Bilder, die davon ablenken!

Mein schwuler bester Freund

Vermutlich der Punkt, der die Tage vor dem Filmstart am meisten Gesprächsstoff geliefert hat: Ein offener, schwuler Charakter in einem Disney-Film. Das Thema wurde auf alle Fälle hochgebauscht und ist eher unspektakulär im Film, aber nun gut – ich hatte mit einer schlimmeren Umsetzung gerechnet und fand zumindest ein, zwei Ansätze für den Charakter ganz nett. Allerdings ist die Ergänzung des Charakters um diese Komponente fast überflüssig? Sie bringt weder groß etwas für die Handlung oder den Charakter selbst, sondern wirkt eher noch überdeutlich ‚auf schwul gemacht‘ wenn man so will. In der Hinsicht muss Disney echt noch eine Menge lernen.

Effekte und Logik ahoi!

Egal, ob Biest, die verzauberte Dienerschaft oder Rose, Effekte gibt es einige im Film, um das ganze Spektakel so anschaulich wie nur irgend möglich zu machen. Bei Be Our Gast (dt. Sei unser Gast) ist es manchmal schon etwas zu viel (wobei hier vermutlich das 3D ausgenutzt wird), aber ansonsten vergisst man schnell, dass es nicht Realität ist. Disney stopft auch ein paar der Logiklöcher aus dem Original, was ebenfalls positiv auffällt. Vor allem was die Dorfbewohner angeht, fand ich die Lösung super. Wahrscheinlich fallen manche Kleinigkeiten aber erst auf, wenn man den Film häufiger gesehen hat. Und hallo erst, späte Barock-/Rokokomode beim Ball! Fragt nicht, aber mich hat das glücklich gemacht, genauso wie die Einbindung der Schminke und die Kameraführung im Prolog.

Anschauen, ja, nein, vielleicht?

Beim Tippen hatte ich gerade das Gefühl etwas negativ gestimmter zu sein als es tatsächlich der Fall ist? Ich hatte großen Spaß während der knapp 130 Minuten Laufzeit des Films und habe mit den Charakteren gelacht genauso wie gelitten (diese e i n e Szene bricht einem einfach das Herz!). Fakt ist allerdings, dass ich genau die Zielgruppe bin, die mit diesem Film abgeholt werden soll und das man das Original schon lieben sollte. Wenn ihr den ersten Schöne und das Biest Film nicht mochtet, werdet ihr auch hiermit keinen Spaß haben. Vielleicht wäre eine etwas offenere Neuinterpretation à la Cinderella gar nicht schlecht gewesen, aber dafür kann man immer noch auf den wunderbaren La belle et la bête (2014) ausweichen. Ich freue mich darauf, die DVD später noch mehrmals sehen zu können, aber erstmal bleibt das Original für mich der bessere Film.

Die Schöne und das Biest (2017) läuft seit dem 16. März 2017 in den deutschen Kinos.

[Momentan] KW 11 / 2017

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How to annotate books: marginalia and slow reading | Riverdale: A small town. A guilty town? | Ein paar Worte zu „Den Mund voll ungesagter Dinge“ von Anne Freytag | Anne Freytag – Den Mund voll ungesagter Dinge | Review: The Black Witch by Laurie Forest | #indiebookday 2017 (oder die individuelle Art Bücher einzukaufen) | Let’s Talk About: Characters With ‘Difficult’ Names 

BÜCHER
Für Oktober wurde mit It Devours! ein neuer Night Vale Roman angekündigt. Yay erstmal dafür, auch wenn mir das Cover jetzt nicht so wirklich gefällt..Aber anscheinend spielt der Smiling God eine großé Rolle und damit hoffentlich ja auch Kevin 🙂

Ansonsten war wieder Büchermeile, zu der ich mit J. hin bin. Es hat super viel Spaß gemacht durch die ganzen Tische nach neuen Leseabenteuern zu stöbern und wir sind beide mit einem ganzen Stoß neuer Bücher nach Hause.

FILME
Ich habe endlich The Frighteners (1996) nachgeholt: So eine coole, lustige Horrorkomödie! Natürlich sind einige der Effekte nicht gut gealtert, aber da kann man gut drüber weg sehen.

Zu Fallen von Lauren Kate gibt es jetzt auch einen gleichnamigen Film… Damit einem dieser gefällt muss man das Buch aber schon arg lieben. Die Handlung ist teilweise merkwürdige zusammengeschnitten und die Effekte auch nicht das wahre. Dann doch lieber zu Twilight greifen, wenn es unbedingt für einen Filmabend in die Richtung gehen soll.

MUSIK
Die Schöne und das Biest ist draußen und vielleicht höre ich seit Tagen nur noch den Soundtrack zum Film. Vor allem Evermore und The Mob Song finde ich großartig!

VIDEO

[Gelesen] Goodbye, Moskau: Betrachtungen über Russland

2017 ist das Jahr, in dem sich russische Revolution zum hundertsten Mal jährt. Passend dazu gibt es viele Neuerscheinungen zum Thema Russland, unter anderem auch Goodbye, Moskau: Betrachtungen über Russland von Wladimir Kaminer. Kaminer ist selber gebürtiger Russe, welcher seit 1990 in Deutschland lebt und arbeitet. Ich muss zugeben, dass ich vorher noch nichts von Kaminer gehört oder gelesen habe, aber die Beschreibung des Buches und seine Gestaltung haben mich sofort angesprochen.

Was den Untertitel von Goodbye, Moskau angeht, bin ich etwas zwiegespalten – irgendwie impliziert Betrachtungen für mich etwas leicht anderes, als man in dem schmalen Buch zu lesen bekommt, aber das tut dem Lesevergnügen selbst ja keinen Abbruch. In Goodbye, Moskau finden sich 33 Geschichten oder Anekdoten, die teils Kaminer selbst, seinen Freunden oder Verwandten so oder so ähnlich zugestoßen sind. Vom lärmenden Kühlschrank über das Abenteuer Moskauer Metro bis hin zur Gottesmutter, die partout nicht mit Putin reden möchte: Die Geschichten sind mit Witz und Humor geschrieben.  Man merkt, dass Kaminer öfter Kolumnen verfasst, weil sich die kurzen Abschnitte eben genauso lesen.

Es fließen immer wieder Anspielungen auf die Sowjetunion und aktuelle Ereignisse wie die Krimanektion ein, aber dem Leser wird kein umfassendes Vorwissen abverlangt. Tatsächlich beschreibt Kaminer  vieles mit erstaunlich einfachen Worten und Bildern, die gut verständlich sind, auch falls man sich noch nie mit Russland und seiner Geschichte auseinandergesetzt hat. Diese Stärke ist allerdings auch immer zeitgleich eine der Schwächen von Goodbye, Moskau: Ein Sachbuch sucht man zwischen den Buchdeckeln hier vergebens. Durch den persönlichen Bezug zu Kaminer sind die meisten Geschichten geprägt und keine objektiven Betrachtungen, und der Humor muss einem als Leser schon zusagen.

Zwar hat es mich nicht direkt gestört, aber vom Klappentext her hatte ich doch mit einer stärkeren Bezugnahme auf Russland selbst beziehungsweise dem 100. Jahrestages der Oktoberrevolution in den Geschichten gerechnet. Kaminer erzählt zwar von Ereignissen in seinem Heimatsland, aber der Fokus liegt doch mehr auf den Menschen und wie teils unterschiedliche Kulturen aufeinandertreffen, als auf geschichtlichen Ereignissen. Türme aus purem Gold war dabei meine liebste Geschichte, dicht gefolgt von Die französische Suppe Bouillabaisse.  Mir haben die Lesestunden mit Goodbye, Moskau Spaß gemacht und ich mag definitiv noch mehr von diesem Autor in Zukunft lesen.

„Es war ein interessantes Experiment, eine Gesellschaft ohne Reiche und Arme zu schaffen, in der alle Betriebe und Fabriken nationalisiert und dem staatlichen Wirtschaftsplan unterworfen sein sollten. Es war eine äußerst intensive Erfahrung, eine Welt zu organisieren in der aller Menschen die gleichen Hosen und Gummistiefel tragen. Jetzt wissen wir, es sieht hässlich aus. Vielen Dank für Ihre Mitarbeit und viel Spaß in der freien Welt.“ – S. 73-74

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 Vielen Dank an den Goldmann Verlag für das Rezensionsexemplar! 


BUCHDETAILS

Verlag: Goldmann
ISBN: 9783442159161
Erscheinungsdatum: 20.02.2017
 Rating: 3.5/5

[Ausgepackt] Illumicrate #6 | Februar 2017

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Illumicrate ist eine Bücherbox aus Großbritannien, die einen vierteljährlich mit Büchern und Co. überrascht. Die Versandkosten variieren, je nachdem wo man lebt, zwischen 4,99 und 13,99 Pfund, die Box selber kostet 29,99 Pfund.

Meine mittlerweile schon fünfte Illumicrate ist die Tage angekommen – unfassbar, wie schnell die Zeit doch vergeht! Weil fünf Boxen jetzt doch schon ein kleiner Meilenstein ist, habe ich mir mal angeschaut, wie viel ich denn von den Büchern schon gelesen habe: Bisher lag ich eigentlich ganz okay mit drei von fünf gelesenen Büchern, was ca. 60 Prozent entspricht. Durch diese Box plumpst das leider erst mal wieder auf 43 Prozent beziehungsweise vier ungelesene Bücher. Ich weiß noch nicht, inwiefern ich dem bis zur nächsten Box entgegenwirken kann, aber Ziel wäre es, bei der zehnten Box alle Bücher aus den vorangegangen neun Boxen gelesen zu haben. So schwer sollte das doch echt nicht sein!

2017 startet mit einer Box, die wieder etwas aus dem Rahmen fällt: Statt einem Buch gibt es wie im August wieder zwei Stück. Dafür halten sich die Goodies etwas zurück, aber irgendwo muss man auch Prioritäten setzen. Ich muss mich von den Büchern noch etwas überzeugen lassen – zumindest habe ich sofort wieder Lust auf einen bestimmten Film bekommen, was ja auch nicht schlecht ist.

Wer den Inhalt der Box nicht lesen oder sehen mag, sollte hier stoppen!


Die Goodies
Wie bereits erwähnt, gab es dieses Mal etwas weniger Goodies. Dabei waren erst einmal zwei Lesezeichen: Eins zu Following Ophelia von Sophia Bennett, sowie ein zweites von JanesTinyThings mit einem Zitat von Newt Scamander aus Fantastic Beasts and Where to Find Them. An weiterem Promomaterial war eine Postkarte zu Gilded Cage von Vic James, sowie eine Leseprobe zu Flame in the Mist von Renee Ahdieh in der Box.

Größere Goodies waren zum einen die zwei A Darker Shade of Magnets mit Zitaten von Lila Bard aus V.E. Schwabs A Darker Shade of Magic Trilogie, über die ich mich sehr freue und die auch direkt an der Magnettafel zum Einsatz kommen. Gestaltet wurden diese von Her Bookish Things. Von der Literary Lifestyle Company gab es noch ein vom Dschungelbuch inspiriertes Mäppchen und zu guter Letzt von Bookish Serendipity Co einen buchigen Lippenbalsam.

Die Bücher
Gleich zwei Bücher sind in der Box #6 enthalten und es sind wieder Titel, die ich ansonsten wohl ignoriert hätte… in dem Sinne funktioniert das mit der Überraschung gleich doppelt 😉

Das Hauptbuch in dieser Box ist Wintersong von S. Jay-Jones, zudem es einen Brief der Autorin, ein Lesezeichen sowie ein signiertes book plate gab. Am Rande hatte ich schon mal etwas von dem Buch gehört und das es irgendwie vom Film Labyrinth mit David Bowie inspiriert ist… die Handlung ist zudem in Bayern angesiedelt und ich lass mich einfach mal überraschen. Das Cover wirkt -passend zum Titel- auf mich aber wie Winterlektüre, daher ist im ersten Moment nicht das Bedürfnis da es sofort anzufangen. Dafür freue ich mich viel zu sehr auf den Frühling und Sonne im Moment.

Als besondere Zugabe gibt es ein ARC (=advance reader copy bzw. Leseexemplar) vom ersten Band in Mark Lawrence‘ neuer Book of the Ancestor Reihe: Red Sister. Die Beschreibung erinnert mich im ersten Moment doch sehr an Nevernight und ich weiß noch nicht, wie ich das finde? Nevernight hat die Latte ja schon sehr hoch gelegt… Aber denken wir im ersten Moment positiv (ASSASSINEN! YAY!) und vielleicht ist das ja was. Schön sieht es ja mit dem Zitat auf dem Cover allemal aus.

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BUCHDETAILS

Wintersong
Verlag: Titan Books
ISBN: 9781785655449
Erscheinungsdatum: 07.02.2017

Red Sister
Verlag:
Harper Voyager
Das Buch erscheint am 6. April 2017