
Über manche Büchern möchte ich gerne etwas schreiben, aber es reicht nicht für eine ganze Besprechung. Dafür gibt es die Eindrücke, in denen ich ganz kurz auf die gelesenen Titel eingehen kann.
Kara Thomas: The Cheerleaders
Anzeige | Taschenbuch: 384 Seiten | Verlag: Delacorte Press (31.07.2018) | ISBN: 978-1846276033 | Altersempfehlung des Verlags: 14-17 Jahre | Meine Bewertung: 2/5
„There are no more cheerleaders in Sunnybrook.“
Die Schwester von Monica war eine der Cheerleader, die fünf Jahre vor Beginn der Geschichte innerhalb eines Monats starben, scheinbar zusammenhangslos. Aber stimmt das? Oder ist vielleicht noch ein Mörder auf freiem Fuß in Sunnybrook? Eigentlich hat The Cheerleaders das Potential für einen spannenden Thriller, was zu Anfang auch noch gut anläuft – und dann einfach kippt. Vielleicht liegt es an der Zielgruppe, aber Thomas‘ streut so offensichtlich (falsche) Hinweise, das der Leser die Lösung sehr leicht erahnen kann, dafür mangelt es an überraschenden Wendungen oder Tiefgang. Vermutlich eine Geschichte, die als Film oder Miniserie besser funktionieren würde als auf dem Papier.
Wlada Kolosowa: Fliegende Hunde
Anzeige | Hardcover: 224 Seiten | Verlag: Ullstein fünf (05.11.2015) | ISBN: 978-3961010066 | Meine Bewertung: 2/5
„Sie alle spürten, dass sie kaum Einfluss auf die Welt hatten und keine Kontrolle über ihr Leben, nur über ihren Körper. Alle hatten Probleme, manche mehr, manche weniger. “ | Seite 159
Fliegende Hunde habe ich mir spontan im März gekauft und irgendwie die ganze Zeit vor mir her geschoben, obwohl mich die Geschichte angesprochen hat. Und jetzt ärgere ich mich etwas, da es leider dieses Mal nicht den „aufgeschoben, dafür aber Perle endlich entdeckt!“-Moment gab, sondern eher das Gegenteil. Die Geschichte rund um Oksana und Lena bleibt recht oberflächlich und ich weiß nicht so recht, was ich daraus mitnehmen soll. Beide Handlungsstränge hätten alleine für sich gut stehen können, passen aber nicht so ganz zueinander, und die Liebesproblematik ist so angedeutet, das man sie leicht überlesen könnte. Vieles scheint irgendwo zwischen den Absätzen zu passieren, gerade von Mammut hätte ich lieber etwas mehr erfahren. Was man nebenbei beim Lesen lernt sind dafür einige Fakten über die Blockade von Leningrad und wie ein Magersuchtsforum funktionieren kann.
R.J. Barker: Die Stunde des Assassinen (The Wounded Kingdom #1)
Anzeige | Taschenbuch: 464 Seiten | Originaltitel: Age of Assassins | Aus dem Englischen ins Deutsche übersetzt von Beate Brammertz | Verlag: Heyne (09.01.2018) | ISBN: 978-3453318823 | Auftakt einer Trilogie | Meine Bewertung: 2/5
„Schsch, mein Kind. Gleich ist’s vorbei.“ | Seite 7
Puh, also irgendwie war das nicht meins. Wirklich interessante Entwicklungen gibt es erst ab der Hälfte, wobei es durchgehend eine sehr einfach gestrickte Geschichte bleibt. Die Assassinen sind super fähig, ohne das man als Leser dies je wirklich zu sehen bekommt, Girtons Fuß wird nur wichtig, wenn es dem Plot passt, die Intrige wird am Ende fast theatralisch aufgelöst… Dabei ist alles dreckig und düster und brutal, keiner der Charaktere wirklich sympathisch oder faszinierend. Die Religion und die Magie wirkten dabei durchaus spannend und ein paar sprachliche Klammern waren toll (z.B. die Zwischenspiele oder der Schlusssatz), aber diese Aspekte kamen viel zu kurz. Glücklicherweise ist die Geschichte in sich rund abgeschlossen, sodass man nach dem ersten Band nicht zwingend weiterlesen muss.
Patrick Süskind: Perfume. The Story of a Murderer
Anzeige | Taschenbuch: 263 Seiten | Originaltitel: Das Parfum. Die Geschichte eines Mörderers | Aus dem Deutschen ins Englische übersetzt von John Woods | Verlag: Penguin (01.04.2010) | ISBN: 978-0141041155 | Meine Bewertung: 2/5
„He succeeded in being considered totally uninteresting. People left him alone. And that was all he wanted.“ | Seite 188
Was bin ich froh dieses Buch nicht in der Schule gelesen zu haben! Es gibt ein paar Szenen, die einem im Gedächtnis bleiben (tatsächlich die gleichen an die ich mich noch aus der Verfilmung erinnern kann), aber zum Großteil widert einen die Geschichte an. Grenouille ist ein Psychopath, der ein ganz besonderes Parfum kreieren will – bis zu diesem Punkt im dritten Teil erfährt man als Leser aber zuerst seine ganze Lebensgeschichte. Dank seinem besonderen Geruchssinn und dem Handwerk des Parfümeurs bekommt man dabei allerlei beschrieben, was man gar nicht selber riechen mag. Gefühlt kann man auch nicht viel aus der Geschichte mitnehmen, außer vielleicht, dass man Deodorants und Parfum mehr zu schätzen weiß.