Nita lebt in einer Welt, die sich von der normalen Realität nur durch eine wesentliche Tatsache unterscheidet: Monster sind real. Neben alten Bekannten wie Vampiren und Einhörnern gibt es noch viele weitere, welche auf illegalen Märkten und im Netz gehandelt werden. Je nach ihren Fertigkeiten können die Monster dabei als Angestellte oder zerteilt als Delikatesse enden – nicht ohne Grund wird Rebecca Schaeffers Not Even Bones daher als Mischung aus Dexter und This Savage Song angepriesen. Der Hauch Hannibal ist da quasi nur die Kirsche on top. Aber kann so was als Jugendbuch funktionieren?
Autor: poesielos
Gelesen | The Shadows Between Us
Kennt Ihr das, wenn sich eine Prämisse schon fast wieder zu gut anhört? So als ob dann die tatsächlich Umsetzung einfach nur scheitern kann? Aber ihr wollt trotzdem diese Umsetzung lesen, hören, sehen? Das denke ich mir ganz häufig, wenn ich Pitches oder Prompts lese, und irgendwie passt das auch ganz gut zu The Shadows Between Us von Tricia Levenseller. Die Idee einer Protagonistin, die den König mit dem alleinigen Ziel verführen will, das er nach der Hochzeit von ihr umgebracht wird, um seine Macht an sich zu reißen – so cool! Und das sie natürlich ihn bis dahin vor Mordversuchen und Intrigen schützen muss, macht ja Sinn. Warum nur konnte diese Handlung nicht zünden?
Von Eierkuchen, Kleinkünstlern und dem alltäglichen Wahnsinn einer Freundschaft: Die Känguru-Chroniken
Marc-Uwe Klings Känguru-Chroniken sind ein Phänomen. Seit 2009 gibt es Geschichten mit dem kommunistischen Beuteltier, das sich beim Ich-Autor einquartiert und ihn immer wieder in spannende Wortgefechte und abstruse Situation zwingt. Vor allem die Hörbücher hierzu sind wahnsinnig beliebt, da diese quasi ungekürzte Livelesungen der Bücher von Kling sind. Ich selbst bin bei humoristischen Texten immer etwas skeptisch, aber da der Trailer zur Verfilmung der Känguru-Chroniken echt gut aussah, wollte ich es jetzt doch auch endlich mal mit dem Känguru probieren. Und glücklicherweise wurde ich eines besseren belehrt!


