Ich lese furchtbar gerne ab und an Klassiker, wobei ich aber die Tendenz habe, die wirklich dicken Wälzer vom Klappentext her am ansprechendsten zu finden. Ein paar dünne Klassiker tümmeln sich dann aber doch noch auf dem SuB, und zu gleich zwei Stück davon habe ich kürzlich gegriffen: Kahlil Gibrans The Prophet und Ivan Turgenevs First Love zählen beide keine 150 Seiten, und eignen sich daher gut für die kurze klassische Lektüre zwischendurch.
Autor: poesielos
Gelesen | Das Schloss in den Wolken
Valancy Stirling ist 29, unverheiratet und lebt noch Zuhause – heutzutage kein Thema, aber Anfang des 20. Jahrhunderts bringt ihr das den Unmut ihrer Familie ein. Bei jeder sich bietenden Gelegenheit wird Valancy daran erinnert, keinen Verehrer bislang gehabt zu haben und unweigerlich als alter Jungfer enden zu müssen, und auch ansonsten stellt sie die Familie gerne bloß oder nutzt ihre Gutmütigkeit schamlos aus. Valancys einzige Zuflucht ist ihr blaues Schloss, ein Ort, den sie in ihren Tagträumen besucht und frei nach ihren Wünschen und Bedürfnissen gestaltet. Wie sie diesen Tagtraum vielleicht in die Realität holen und ihren eigenen Weg finden kann, davon erzählt Lucy Maud Montgomery in Das Schloss in den Wolken.
Schuldig: Kaffeeliebe, Freundschaft und ein tödliches Unglück
Rezensionsexemplar | Es ist eines dieser furchtbaren Szenarien, die man sich gar nicht ausdenken mag: Vier Studenten begeben sich auf einen Ausflug, zu dem ein weiterer Kommilitone nachkommen will. Als dieser von einem der Studenten am Bahnhof abgeholt werden soll, kommt dieser dort nie an – Hirosawa verunglückt auf der unbekannten, schwierigen Strecke. Wen trifft hierfür die Schuld? Das ist der Dreh- und Angelpunkt von Schuldig, dem neuen Roman von Kanae Minato, welcher die Geschehnisse gut vier Jahre nach dem Ausflug erzählt.



