Rezensionsexemplar | Wie erzählt man eine Geschichte, die kein Ende hat? Keine so leichte Frage, und eine, die ganz natürlich bei einem unaufgeklärten Kriminalfall aufkommt. Oliver Hilmes ist bei der Recherche zu seinem Buch Berlin 1936: Sechzehn Tage im August über einen solchen gestolpert: Der angesehene Doktor Erich Mühe verschwindet spurlos im Juni 1932, nur sein Sportwagen wird an einem See entdeckt. Was zuerst wie ein simpler Badeunfall erscheint, wird immer verworrener, je weiter die Ermittlungen voranschreiten.
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Eine pastellfarbene Auszeit: Bridgerton
Wenn die Welt gefühlt still steht und der Alltag trist und grau ist, wer mag sich da nicht gerne wegträumen? Und was hilft da bitter besser als eine fantastisch romantische Geschichte mit Gossip Girl Einschlag voller Pastelltöne in einem alternativen Jahr 1813, das so leider nie existierte? Nicht viel anderes anscheinend, denn gefühlt war Bridgerton DIE Serie, über die Ende 2020/Anfang 2021 jeder geschwärmt hat. Sei es wegen der gespielten Beziehung von Daphne und Simon, die sich zu mehr entwickelt, der wunderschönen Drehorte und Kleidungsstücke, der diversen Handlungsstränge, Farbenblindheit beim Casting und modernen Ansichten… in Bridgerton kann fast jeder etwas für sich entdecken. Am wichtigsten dabei? Trotz (Liebes-)Drama ist das Happy End natürlich vorprogrammiert.
Schnitzeljagd auf hoher See: The Devil and the Dark Water von Stuart Turton
1634 bereitet sich ein Segelschiff auf die Überfahrt vom heutigen Jakarta nach Amsterdam vor. Neben der Besatzung ist eine kleine Gruppe adliger Passagiere, Soldaten und ein Gefangener an Bord: Samuel Pipps ist eines unbekannten Verbrechens beschuldigt, und allein Arent Hayes glaubt an seine Unschuld. Die Beiden erinnern nicht grundlos an Sherlock Holmes und Doktor Watson: Wie der berühmte Meisterdetektiv, so löst auch Pipps die kniffligsten Fälle. Nur wie einen Fall lösen, wenn man wortwörtlich in Ketten liegt?


