Die Signalwörter, dank derer ich gespannt wie ein Flitzebogen auf The Jane Austen Project war? Zeitreisen–verschollenes Manuskript–Jane Austen. Das lustige ist, dass man sich an ihnen schon sehr gut die Handlung des Buches zusammenreimen kann: Zwei Zeitreisende werden ins Regency England geschickt, um sich mit Jane Austen anzufreunden und ein verschollenes Manuskript von ihr zu retten. Das birgt natürliche nicht nur soziale Schwierigkeiten, sondern auch die Epoche an sich ist für Rachel und Liam gewöhnungsbedürftig. Ein gutes Jahr verbringt der Leser mit ihnen zusammen im Dunstkreis der titelgebenden Autorin, was nicht nur einen interessanten Blickwinkel auf Austen sondern auch ihre Zeit erlaubt.
Schlagwort: Rezension
Gelesen | Wenn die Dunkelheit endet von Contance Sayers
Rezensionsexemplar | Was, wenn nicht nur deine Liebesgeschichte tragisch endet, sondern der Fluch, mit dem dein Liebster abgestraft werden soll, auch gleichzeitig dich trifft und du deswegen die immer gleiche Tragödie in jedem neuen Leben durchleben musst? Oh, und in einer ständigen Wiedergeburtsschleife landest du auch noch. Das ist in zwei Sätzen die Ausgangslage für Wenn die Dunkelheit endet von Constance Sayers, und ich war sehr gespannt auf die Umsetzung: Wie funktioniert dieser Fluch, wie werden die verschiedenen Leben gezeichnet und wie lässt sich der Kreislauf durchbrechen? Der Roman beantwortet diese Fragen, allerdings nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte.
Gespielt | Eine Konferenz in 5 Akten: The Council ― The Complete Season
Episodenspiele sind aus mehreren Gründen schon quasi ein Genre an sich, das ich sehr gerne mag. Nicht nur liegt bei Ihnen ein großer Fokus auf der Handlung und Dialoge, sondern durch die Episodenunterteilung an sich gibt es natürliche Pausen und die Steuerung vergisst man auch als Gelegenheitsspieler nicht schnell. Leider ist die Auswahl an Titeln aber doch etwas überschaubar, nicht zuletzt seit dem Telltale Games nicht mehr produziert. Über The Council bin ich eher zufällig gestolpert, und die Beschreibung und Trailer haben mich sofort angesprochen:
„The Council beginnt im Jahr 1793. Der Spieler schlüpft in die Rolle von Louis de Richet, Mitglied des Geheimbundes, nachdem er vom geheimnisvollen Lord Mortimer auf eine Privatinsel vor der Küste Englands eingeladen worden ist. Zu ihm gesellt sich eine Reihe hochrangiger Gäste, darunter Napoleon Bonaparte und George Washington, der Präsident der noch jungen Vereinigten Staaten von Amerika. Doch die Besonderheit dieses privaten Empfangs hat nicht nur mit den namhaften Gästen zu tun – Richets Mutter ist kürzlich auf der Insel verschwunden und jeder einzelne der illustren Gäste scheint seinen eigenen Motiven zu folgen.“ ― aus der Spielebeschreibung auf Steam, eingesehen am 21.07.2020
Geheimbünde, eine vermisste Person, historische Persönlichkeiten, die auf eine Insel à la And Then There Were None von Christie für eine Konferenz zusammenkommen… ja, bitte! Da kommen direkt am Anfang schon so viele Fragen hoch, und im Laufe der fünf Episoden wird einiges enthüllt – aber es hat teilweise schon etwas von einem Fiebertraum.


