Einzelbände sind genau mein Ding. Wirklich, gibt man mir die Wahl zwischen Reihe und Einzelband, dann gewinnt eigentlich immer letzterer. Alles direkt kompakt und mit Schleife drum, keine nervige Warterei auf den nächsten Teil und schon gar nicht das Problem von aus den Augen aus dem Sinn, denn: Ich vergesse meine angefangenen Reihen furchtbar gerne. Dass das manchmal von Vorteil sein kann, habe ich jetzt wieder im Dezember gemerkt als ich endlich zu The Bear and the Nightingale von Katherine Arden gegriffen habe. Das Buch hat mich quasi von Anfang an begeistert, sodass ich The Girl in the Tower sowie The Winter of the Witch schon während des Lesens bestellt habe. Glücklicherweise kamen die Bücher dann so rasch an, dass ich die ganze Trilogie in einem Monat fast am Stück lesen konnte. Da ich nicht spoilern will, aber die Trilogie als ganzes betrachtet mehr Sinn macht, gibt es die Gründe für meine Begeisterung im folgenden statt als Fließtext mal als Stichpunkte.Weiterlesen »
Der Dezember war dieses mal gefühlt irrsinnig vollgestopft, sodass ich die freien Tage am Monatsende eigentlich nur zum Schlafen und Kraft sammeln genutzt habe. Viel Lesen? Pustekuchen. Die Comics und Manga haben das ganze wieder ordentlich nach oben gezogen, und es gab noch ein paar Highlights kurz vor Jahresende.
Höhepunkt:Winternight Trilogie Tiefpunkt: Mythos Hörbücher:Silverwood: The Door Gelesene Seiten:ca. 5.086 Ø Bewertung: 3,3/ 5
Fangen wir am besten auch gleich mit dem Höhepunkt an: Die Winternight Trilogie von Katherine Arden. Hach, wie großartig ist diese Reihe bitte?! Im mittelalterlichen Rus‘ muss eine junge Frau zwischen altem und neuen Glauben vermitteln, und ihren eigenen Weg finden. Solovey war wahrscheinlich mein liebster Charakter, aber alle waren einfach toll und vielschichtig. Und der Schlusspunkt war absolut perfekt gesetzt! Da die Bücher recht nahtlos aneinander anschließen, ist ein direktes Lesen nacheinander empfehlenswert.
Mit dem Doppelband Unterm Mistelzweig mit Mr Right und Zimtküsse am Christmas Eve von Lyla Payne gab es noch romantischen Kitsch passend zu Weihnachten. Und beide Geschichten waren erstaunlich gut? Der zweite Band war zwar etwas realitätsferner durch die Bandkomponente, aber beide haaten tolle realistische Beziehungen und tolle weibliche Protagonisten. Sollte mir mal wieder nach diesem Genre sein, werde ich sicher die anderen Bücher der Autorin nochmal genauer unter die Lupe nehmen.
Mit 24 Panels ist eine tolle Comicanthologie herausgekommen, die als zentrales Thema Gemeinschaft hat. Ich fand dabei vor allem beeindruckend, wie unterschiedlich die Künstler die 24 Panels genutzt haben und wie vielfältig die Geschichten sind. Ebenfalls super fand ich die ersten beiden Bände von Atelier of Witch Hat! Die Zeichnungen sind zuckersüß und die Geschichte um Coco macht Spaß, zudem ist der Magieansatz etwas sehr originelles.
Mein Flop diesen Monat war leider Mythos: A Retelling of the Myths of Ancient Greece. Ich hatte mir etwas erhofft in Richtung von Norse Mythology, aber Stephen Frys Ansatz war doch anders. Statt wirklich seine eigene Nacherzählung zu liefern, gibt es mal Erklärungen zu verschiedenen Göttern, dann Anekdoten und Geschichten dieser und immer wieder Anmerkungen, wie Namen oder Ausdrücke aus der Mythologie sich in unserem heutigen Sprachschatz wiederfinden. Dabei versucht Fry Humor und modernen Slang einzubringen, was überhaupt nicht meins war. Dann lese ich doch lieber eine normale Mythensammlung.