Der Bücherkaufrausch war den ganzen Monat unter Kontrolle, da auch einiges an Vorbestellungen endlich ankam… und dann kamen die Rabattaktionen zum schwarzen Freitag. Zumindest für meine aktuelle Agatha Christie Begeisterung ist jetzt vorerst ausreichend Lesefutter im Regal und fünf Bücher von diesen Neuzugängen sind bereits gelesen. Und oh Wunder, oh Wunder, vier von den fünf Titeln gehören zum Assassin’s Creed Franchise. Prioritisieren? Kann ich! Was ich allerdings partout nicht hinbekommen habe, ist -wie beim Rückblick- ein vernünftiges Foto der Bücher zu machen. Aber so könnt ihr zumindest mal all die schönen Cover sehen und es ist kein unkreativer Haufen Bücher, wie es ihn bereits die letzten Male gab. Im Januar wird es wieder kreativer, versprochen!
“In the shop we buy and sell them, but in truth books have no owner. Every book you see here has been somebody’s best friend.” ―Carlos RuizZafón: TheShadow of the Wind
Dieser Rückblick ist (zumindest für mein Empfinden) verdammt spät dran, aber ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich es doch noch irgendwie getippt bekomme. Die letzte Woche war super intensiv und viel – und bestand eigentlich nur aus arbeiten und schlafen. Aber darum geht es jetzt nicht, sondern um den November! Und Himmel, war das ein vollgestopfter Monat. Man merkt, dass ich zwischendurch Urlaub hatte und einige Bücher endlich beenden konnte.
Höhepunkt: Mord im Orientexpress Tiefpunkt: Lost Eagle
Hörbücher: Parasite | Aquila Gelesene Seiten: ca. 5.048 Ø Bewertung: 2,55 / 5
Die durchschnittliche Bewertung spiegelt gut wieder, wie der Lesestoff ausfiel: Durchwachsen. Vier Bücher waren unglaublich gut, während der Rest, nun ja, mir nicht besonders zugesagt hat. Dank Mord im Orientexpress bin ich gerade im Agatha Christie Fieber und will unbedingt noch mehr von ihren Büchern lesen bzw. Adaptionen davon sehen. Da hat einfach alles gepasst! Bei Nicht nur ein Liebesroman waren ein paar winzige Kleinigkeiten, die ich bemerken würde, aber auch das ein unglaublich tolles Buch. Allein die Einbindung von Fandoms ist so gut geglückt und es war wirklich kein 08/15 Jugendliebesroman, genau wie der Titel es verspricht.
A Drop of Night (dt. Palast der Finsternis) hätte sich in super viele Richtungen entwickeln können und theoretisch hätte ich alle Versionen gerne gelesen… es gibt hier wieder ein paar Dinge, die man besser hätte lösen können, aber ich mochte unsere rotzige Protagonistin einfach zu gerne. Mal sehen, was als nächstes von diesem Autor kommt! Und dann ist da noch The Art of Assassin’s Creed Origins: So eine Augenweide! Ich liebe die Bildbände sowieso und bei diesem gibt es einige Bilder, die man „ausklappen“ kann. Das alte Ägypten sieht einfach nur großartig aus. Es gibt allerdings ein paar Spoiler zum Verlauf der Hauptquest, worüber man sich im Vorfeld (falls man das Spiel spielt) im klaren sein sollte.
Zu den weiteren Titeln mag ich gar nicht so viel schreiben, da sie mir entweder überhaupt nicht gefallen haben oder halt nur okay für Zwischendurch waren. Bei Turtles All the Way Downverstehe ich zwar die Wichtigkeit des Buches und freu mich, dass es so vielen gefällt – mir hat da einfach der Zugang gefehlt. Vor allem die Geschichte rund um Aza war so bizarr? Und die Gedankenspiralen haben mich einfach nervös und unruhig gemacht, etwas, dass ich aktuell nicht gebrauchen kann.
Lost Eagle und Kameradenwaren beide fiktive Geschichten, die mehr oder weniger mit der russischen Revolution zusammenhängen, und oh je, sie waren beide furchtbar – wobei Kameraden wenigstens noch schön anzusehen war von den Zeichnungen und der Panelgestaltung her. In beiden Geschichten überleben Teile der Zarenfamilie und es ist alles sehr abenteuerlich – es fehlen mir zu sehr Fakten oder ein explizierter Hinweis auf die Fiktion… wobei Lost Eagle ja eine Verschwörungstheorie rechtfertigen mag, das sollte man eh mit Vorsicht genießen.
“Once people see you cry, it’s like they own part of you. It’s like you ripped a hole in yourself, and they saw through whatever armor you had on, got a good long view of all the screaming alien goop underneath.” ― Stefan Bachmann: ADrop of Night