Auf den ersten Blick sieht der Oktober mit 16 Titeln echt toll aus… wäre da nur nicht der Umstand, dass ein Drittel davon von mir abgebrochen wurden. Ich weiß auch nicht, so wirklich begeistern konnte mich den Monat nicht wirklich was. Zumindest einige meiner Manga bzw. Comicreihen hatten gute Fortsetzungen, und mit Darkdawn ist endlich mal wieder eine Buchreihe beendet.
Höhepunkt: Gideon Falls, Vol. 3 Tiefpunkt:DOORS X – Dämmerung Hörbuch: Eine wie Alaska Gelesene Seiten: ca. 2.840 Ø Bewertung:2,21 / 5
Dieser Rückblick ist (zumindest für mein Empfinden) verdammt spät dran, aber ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich es doch noch irgendwie getippt bekomme. Die letzte Woche war super intensiv und viel – und bestand eigentlich nur aus arbeiten und schlafen. Aber darum geht es jetzt nicht, sondern um den November! Und Himmel, war das ein vollgestopfter Monat. Man merkt, dass ich zwischendurch Urlaub hatte und einige Bücher endlich beenden konnte.
Höhepunkt: Mord im Orientexpress Tiefpunkt: Lost Eagle
Hörbücher: Parasite | Aquila Gelesene Seiten: ca. 5.048 Ø Bewertung: 2,55 / 5
Die durchschnittliche Bewertung spiegelt gut wieder, wie der Lesestoff ausfiel: Durchwachsen. Vier Bücher waren unglaublich gut, während der Rest, nun ja, mir nicht besonders zugesagt hat. Dank Mord im Orientexpress bin ich gerade im Agatha Christie Fieber und will unbedingt noch mehr von ihren Büchern lesen bzw. Adaptionen davon sehen. Da hat einfach alles gepasst! Bei Nicht nur ein Liebesroman waren ein paar winzige Kleinigkeiten, die ich bemerken würde, aber auch das ein unglaublich tolles Buch. Allein die Einbindung von Fandoms ist so gut geglückt und es war wirklich kein 08/15 Jugendliebesroman, genau wie der Titel es verspricht.
A Drop of Night (dt. Palast der Finsternis) hätte sich in super viele Richtungen entwickeln können und theoretisch hätte ich alle Versionen gerne gelesen… es gibt hier wieder ein paar Dinge, die man besser hätte lösen können, aber ich mochte unsere rotzige Protagonistin einfach zu gerne. Mal sehen, was als nächstes von diesem Autor kommt! Und dann ist da noch The Art of Assassin’s Creed Origins: So eine Augenweide! Ich liebe die Bildbände sowieso und bei diesem gibt es einige Bilder, die man „ausklappen“ kann. Das alte Ägypten sieht einfach nur großartig aus. Es gibt allerdings ein paar Spoiler zum Verlauf der Hauptquest, worüber man sich im Vorfeld (falls man das Spiel spielt) im klaren sein sollte.
Zu den weiteren Titeln mag ich gar nicht so viel schreiben, da sie mir entweder überhaupt nicht gefallen haben oder halt nur okay für Zwischendurch waren. Bei Turtles All the Way Downverstehe ich zwar die Wichtigkeit des Buches und freu mich, dass es so vielen gefällt – mir hat da einfach der Zugang gefehlt. Vor allem die Geschichte rund um Aza war so bizarr? Und die Gedankenspiralen haben mich einfach nervös und unruhig gemacht, etwas, dass ich aktuell nicht gebrauchen kann.
Lost Eagle und Kameradenwaren beide fiktive Geschichten, die mehr oder weniger mit der russischen Revolution zusammenhängen, und oh je, sie waren beide furchtbar – wobei Kameraden wenigstens noch schön anzusehen war von den Zeichnungen und der Panelgestaltung her. In beiden Geschichten überleben Teile der Zarenfamilie und es ist alles sehr abenteuerlich – es fehlen mir zu sehr Fakten oder ein explizierter Hinweis auf die Fiktion… wobei Lost Eagle ja eine Verschwörungstheorie rechtfertigen mag, das sollte man eh mit Vorsicht genießen.
“Once people see you cry, it’s like they own part of you. It’s like you ripped a hole in yourself, and they saw through whatever armor you had on, got a good long view of all the screaming alien goop underneath.” ― Stefan Bachmann: ADrop of Night
Das vierte und letzte Quartal für 2017 ist angebrochen und damit kommt jetzt auch der letzte Schwung an Neuerscheinungen für dieses Jahr, auf die wir uns freuen können. Ich muss zugeben, dass ich mir zwar wieder eine Menge Titel auf die Merkliste gepackt habe, aber direkt lesen werde ich -zumindest in diesem Quartal- nicht besonders viele von ihnen. Es ist einfach kaum ein Titel dabei, den ich tatsächlich sofort bei erscheinen verschlingen möchte? Ganz merkwürdig… aber ich halte es ja eh mit Neuerscheinungen wie mit gutem Wein: Sie reifen erstmal eine ganze Weile im Regal, bevor sie dann irgendwann gelesen werden. Und dann kann man sich eigentlich auch mit dem Erwerb ein wenig Zeit lassen.
Von Libba Bray kommt mit Before the Devil Breaks You endlich der dritte Teil der Diviners Reihe. Aber so gern ich auch die ersten beiden Bände in der Reihe gelesen habe und die Gründe für die Verzögerung verstehe – die Zeitabstände dazwischen waren arg lang und ich erinnere mich nur noch sehr grob an alles. Daher bin ich fast versucht zu warten bis auch der vierte (und letzte?) Band erschienen ist, und die Reihe dann noch mal von Anfang an komplett zu lesen. Vielleicht gibt es dann auch eine einheitliche Ausgabe fürs heimische Regal?
Mit Origingeht die Geschichte um Robert Langdon von Dan Brown in die fünfte Runde. Der letzte Teil hat mich sehr enttäuscht, aber vielleicht war das nur ein Ausrutscher? Die Geschichte klingt auf jeden Fall wieder spannend und mit Spanien als Spielort dürfte auch wieder Potential für viel (Kunst-)Geschichte nebenbei da sein.
Turtles All The Way Downist das erste Buch von John Green seit The Fault in Our Stars und ich fürchte fast, dass es die nächsten Wochen ÜBERALL zu sehen sein wird. Die Geschichte spricht mich nicht direkt an, aber ich würde es irgendwann einfach wegen Green mal anlesen. Auf Deutsch erscheint es bei Hanser übrigens relativ zeitnah am 10. November als Schlaft gut, ihr fiesen Gedanken und auf das Cover haben sich direkt Schildkröten verirrt!
Simon Jäger ist einer der deutschen Hörbuchsprecher, denen ich wirklich gerne stundenlang zuhöre. Und auch wenn ich eine kleine Hassliebe mit Büchern von Sebastian Fitzek habe, Flugangst 7A ist allein wegen Jäger wieder vorbestellt.
Mit It Devours! folgt der zweite Band im Welcome to Night Vale Universum, und über das Cover reden wir mal nicht. Da ich diese abgedrehte Stadt aber abgöttisch liebe, darf das gute Stück hier einziehen. Mit etwas Glück kann ich es dann noch um Halloween lesen.
Eine wahre Augenweide dagegen ist Whichwood, was ein Begleitroman zu Furthermore von Mafi ist. Aber selbst ohne den Bezug hätte die Beschreibung über ein Mädchen, dass die Toten waschen muss, mich schon neugierig genug gemacht. Das Buch ist ebenfalls vorbestellt.
Andy Weir veröffentlicht mit Artemissein nächstes Buch nach The Martian – und wie bei Green wird man dem Titel vermutlich eine Weile nach Erscheinen überall über den Weg laufen. Irgendwie mag ich hier erst die Eindrücke abwarten, da sein erster Roman die Latte doch sehr hoch legt…
Mit The Empress geht die Trilogie um die Diabolic Nemesis weiter. Ich bin immer noch etwas genervt davon, dass erst kurz nach Erscheinen des Buches angekündigt wurde, dass es doch kein Einzelband sondern eben ein Trilogieauftakt ist. Das Cover passt auch nicht wirklich zum ersten Teil und ich fürchte fast, dass sich eine Neugestaltung vom ersten Band ankündigt. Hier mag ich erst wieder einige Leserstimmen abwarten, ob es sich denn lohnt.
Manchmal landen Bücher auf meinem Radar allein wegen der Cover oder bestimmten Signalwörtern – bei den nächsten Titeln ist das fast durch die Bank der Fall. The City of Brass hat gleich beides. Ein alternatives Kairo im 18. Jahrhundert, Magie und eine Betrügerin… hach. Wäre es nicht wieder ein Auftakt zu einer Trilogie, würde ich mich wahrscheinlich sofort drauf stürzen. So warte ich lieber noch ein wenig, dann ist auch eine potentielle Wartezeit auf den nächsten Band nicht so lange, wenn es mir gefallen sollte.
In Good and Gone geht es um einen Roadtrip (ebenfalls mit grandiosem Cover!), The Midnight Dance hat eine Balletschule, in der nicht alles mit rechten Dingen zu geht und The Goblins of Bellwater ist von Christina Rossettis Gedicht Goblin Market inspiriert.
Bei This Darkness Mine fasziniert mich die absolut simple Gestaltung, während ich bei Brooding YA Hero den Twitteraccount @broodingYAhero sehr mag.
The Beginning of the World in the Middle of the Night ist wieder pure Coverliebe, wobei der Klappentext schon toll klingt… wenn ich nicht nur so misstrauisch gegenüber Kurzgeschichtensammlungen wäre! Insgesamt also alles zwar gut und schön, aber dennoch nicht hoch auf der Prioritätenliste.
Das haben-mag-aber-ich-kann-noch-etwas-warten Trio
Bei diesen drei Büchern ist schon großes Interesse da, aber ich MUSS sie einfach nicht sofort hier haben: A Line in the Dark erinnert mich leicht an My Best Friend’s Exorcism von Grady Hendrix, sodass ich es eigentlich gerne um Halloween lesen mag… wenn es dieses Jahr aber zu eng wird, warte ich lieber noch.
That Inevitable Victorian Thing hat eine alternative Geschichtsschreibung zu bieten, in der das britische Empire immer noch besteht und ich bin allein davon fasziniert! Gefühlt würde ich aber erstmal wieder eine Weile brauchen, um dazu zu greifen… aber dieses Buch wird definitiv noch von mir gelesen!
Among the Red Starsist ein Jugendroman, der von den Nachthexen, einem russischen Nachtbomberregiment im zweiten Weltkrieg, inspiriert ist. Auf alle Fälle meins, aber ich habe aktuell noch so viele Bücher mit russischem Bezug ungelesen da, dass ich erst einige davon lesen mag.
Uff, zwar hauptsächlich verhaltene Vorfreude, aber dennoch noch jede Menge interessantes dabei. Und in die deutschen Verlagsprogramme habe ich noch nicht mal hereingeschaut…
Auf welche Titel freut Ihr euch denn in diesem Quartal ganz besonders?