[Classic Confessions] No. 3: Bevorzugt ihr bei Klassikern die Originalsprache oder eine Übersetzung?

header-rotSchon wieder Mittwoch! Die Zeit rennt und rennt und rennt aktuell wie verrückt… aber ein neuer Mittwoch bedeutet auch eine neue Frage von Antonia :)

Für diese Frage kommt es -wie so häufig- auf das Werk an, und in welcher Sprache es ursprünglich geschrieben wurde. Während der Schulzeit habe ich Klassiker (weil Schullektüre) durchweg auf Deutsch gelesen – bis auf die ein, zwei Lektüren im Englischunterricht. Es gibt einige Ausnahmen, die ich tatsächlich für mich in der Zeit gelesen habe, aber so wirklich Lust freiwillig Klassiker zu lesen ist erst seit wenigen Jahren da. Ich lese generell lieber in Englisch und obwohl es immer noch ein paar Hemmschwellen gibt, traue ich mir mittlerweile auch Klassiker in der Sprache zu. Ein Hoch auf das Wörterbuch im Kindle und kommentierte Ausgaben an dieser Stelle! Ehrlich gesagt hätte ich auch nicht mehr viel Auswahl als Deutsch oder Englisch – meine restlichen Sprachkenntnisse sind alle nicht so ausgeprägt, dass man damit richtige Texte lesen könnte.

Classic-Confessions-No3.jpgRunter gebrochen kann man sagen: Deutsche Klassiker lese ich bevorzugt in Deutsch, alle anderen Klassiker lieber in Englisch.

Daneben ist mir auch immer das Optische bei meinen Büchern sehr wichtig. Vielleicht nur subjektives Empfinden, aber gefühlt geben sich die englischen Verlage einfach mehr Mühe, die Klassiker ansprechend zu gestalten. Und auch wenn natürlich das Innere zählt: wenn ein Klassiker von außen schon schnicke aussieht, nehme ich das Buch auch gleich viel lieber in die Hand, um es zu lesen.

[Classic Confessions] Frage No. 1 & No. 2

Antonia von Lauter & Leise hat sich eine tolle neue Aktion überlegt: die Classic Confessions. Ein Jahr lang gibt es immer mittwochs eine Frage zum großen Thema „Klassiker“. Ich lese mittlerweile ganz gerne Klassiker, und finde auch gleich die beiden ersten Fragen sehr spannend! header-rot

Frage No. 1 – Was ist für dich ein „Klassiker“?

Die Definition von „Klassiker“ ist ja immer so eine Sache. Es gibt immer wieder Listen mit Klassikern, die man mal gelesen haben sollte, Schullektüre, die ja auch immer irgendwie Klassiker sind, regionale (z. B. deutsche oder englische) Klassiker… meistens einigt man sich darauf, dass Klassiker einen hohen Bekanntheitsgrad, sowie zeitlose Themen und Einfluss haben. Ich finde es schön, dass es nicht die eine Definition für Klassiker gibt: das bedeutet, dass auch gut ein Buch ein Klassiker für mich sein kann, der es nach offiziellen Listen vielleicht (noch) nicht ist. Das Thema ist schon häufig subjektiv, aber es werden auch nicht proforma alle Bücher von alten beziehungsweise bereits verstorbenen Autoren zu Klassikern. Wie definiere ich für mich am besten einen Klassiker? Bücher, die immer noch einen Nerv treffen und zum Nachdenken anregen, die vielleicht auch Nichtleser zumindest vom Namen her bekannt vorkommen, Vorreiter für bestimmte Dinge (u. a. Tropen oder Genres) waren… und es müssen nicht immer die alten Bekannten wie Austen, Shakespeare, Schiller und Co. sein.

No. 2 – Habt ihr alle Klassiker, die ihr in der Schule lesen solltet, auch gelesen und welche habt ihr gelesen?

Meistens eher widerwillig, aber ja, ich habe alle Schullektüre brav durchgelesen. Das Abi ist bei mir schon eine Weile her, aber in 13 Jahren gab es unter anderem diese Klassiker zu lesen:

  • Kleider machen Leute
  • Der Schimmelreiter
  • Faust I
  • Der zerbrochene Krug
  • Bahnwärter Thiel
  • Woyzeck
  • Leonce und Lena
  • Faserland
  • Die Räuber
  • Wilhelm Tell
  • Aus dem Leben eines Taugenichts
  • Der Vorleser
  • Simplicissimus
  • Die Verwandlung
  • Nathan der Weise
  • Brave New World
  • Der Besuch der alten Dame

Die Lektüreschlüssel von Reclam waren dabei häufig meine Lebens- und Klausurenretter…