[Leseplan] November 2016

Das schwierige an einem Leseplan ist, sich Titel herauszusuchen auf die man aller Wahrscheinlichkeit nach in den nächsten Wochen auch tatsächlich Lust hat. Im Oktober hat das überhaupt nicht hingehauen – von den 16 gelesenen Büchern stand nur eines auf dem Plan. Vielleicht läuft’s im November ja wieder etwas besser mit der Einschätzung.

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Lesepensum: 1.667 Seiten | ~ 56 Seiten pro Tag
  • Lev Grossman: The Magician’s Land
    Das Buch ist vom Oktober mit rüber gewandert und ich habe auch ein paar Kapitel bereits gelesen. Problem 1: Ich will nicht, dass die Reihe endet. Problem 2: Ich markiere unheimlich viel, wodurch das Lesen extrem lange braucht…
  • Colleen Hoover: November 9
    Never Never war ja etwas zweischneidig – genialer Anfang, schwache Ausführung – aber diese Geschichte von Hoover klingt spannend… und ich habe mich direkt in die Vorschaubilder der illustrierten Ausgabe verliebt. Einen besseren Monat als November zum Lesen sollte es in Hinblick auf den Titel auch nicht geben!
  • Nikolai Gogol: Petersburg Tales
    Vier Kurzgeschichten, die alle in St. Petersburg spielen. Allein die Beschreibung für The Nose klingt schon zu lustig! Mal was kurzes für zwischendurch.
  • Susanne Gerdom: Haus der tausend Spiegel
    Mir gefallen aktuell Geschichten mit Hexen sehr und der Titel von Gerdom klingt genau richtig dafür. Spiegel sind schon unheimlich…
  • Anna Snoekstra: Ihr letzter Sommer
    Entführungen bzw. das bloße Verschwinden einer Person sind schrecklich. In Room von Donoghue geht es ja bereits um das Thema und ich bin gespannt, wie Snoekstra sich dem Thema annähert. Vor allem da bei diesem Buch wohl die Frage im Raum steht, ob tatsächlich die richtige Person wiederaufgetaucht ist.

[Gelesen] Never Never

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Von Colleen Hoover habe ich schon eine Menge Titel in der Buchhandlung gesehen, aber diese haben mich nicht wirklich angesprochen… die Beschreibung von Never Never hat mich dagegen sofort begeistert, und ich war unheimlich gespannt auf die Geschichte. Vorne weg: Never Never ist von Colleen Hoover und Tarryn Fisher gemeinsam geschrieben worden, und musste aufgrund von Vertragsbedingungen in drei Teile gesplittet werden. Die ersten beiden Teile gibt es bereits auch als schmale Taschenbücher, der dritte wird sicherlich auch noch in diesem Format folgen – bis dahin kann man die Geschichte aber nur als eBook komplett lesen.

Das Charaktere an Gedächtnisverlust leiden, ist nichts neues. Das besondere an Never Never? Beide Hauptcharaktere leiden an Gedächtnisverlust! Silas und Charlie sind seit Kindheitstagen befreundet und mittlerweile auch ein Paar. Rekonstruieren können sie das allerdings nur anhand von Briefen, Tagebucheinträgen oder Erzählungen anderer. Was hinter dem gemeinsamen Gedächtnisverlust steht, liegt im Dunkeln und die Klärung ist das Hauptanliegen der Beiden. Daneben wird auch relativ schnell klar, dass ihre Beziehung vor dem Verlust ihrer Erinnerungen nicht mehr allzu rosig war, und es gibt einiges zu klären.

“How odd to be made of flesh, balanced on bone, and filled with a soul you’ve never met.”  – aus Never Never: Part One

Never Never ist am Anfang sehr spannend und baut dann leider von Teil zu Teil ab. Im zweiten Part wird dem Gedächtnisverlust noch eine originelle Komponente hinzugefügt, aber die beiden Autorinnen nehmen sich kaum Zeit, um damit zu spielen.  Ich hatte beim Lesen das Gefühl, dass sich Hoover und Fisher nicht sicher waren, wie weit sie sich aus dem Fenster legen wollen, was Übernatürliche Elemente anbelangt und ein bisschen mehr Mut hätte viel gerettet. Selbst der Auflösung hätte ich vermutlich noch etwas abgewinnen können, wenn die Hinführung dazu nicht holterdiepolter erfolgt wäre. Die Geschehnisse werden ordentlich in den ersten beiden Teilen aufgebauscht und die Auflösung wird dem absolut nicht gerecht. Wirklich schade, Silas und Charlie als Charaktere selbst haben mir sehr gut gefallen und die Geschichte hat Potential!

Die drei Teile lesen sich schnell weg, und man merkt die knapp 409 Seiten kaum. Für leichte Unterhaltung zwischendurch und Fans der beiden Autorinnen sicherlich geeignet, wirklich empfehlen mag ich es aber nicht.

Ein wirklich schöner Fantrailer zum ersten Teil von Never Never!


BUCHDETAILS | ANZEIGE

Verlag: Hoover Ink
ASIN: B00RZVNDSS | B00TUXIF9G | B01A2COA88
Erscheinungsdatum: 07.01.2015 | 17.05.2015 | 19.01.2016
Rating: 4/5 | 3/5 | 1/5 = 2,6

[Rückblick] Januar 2016

rl-jan16Gelesen: 20 (8 Print; 6 eBooks; 3 eShorts; 3 eARCs) = Ø rating 3,3
Rainbow Rowell: Carry On rating: 5/5 | Blogeintrag [x]
Ellen Hopkins: Rumble rating: 4/5 | Blogeintrag [x]
Andy McVittie: The Art of Assassin’s Creed III rating: 5/5
Kate Rorick; Rachel Kiley: The Epic Adventures of Lydia Bennet rating: 5/5 | Blogeintrag [x]
Isis Sousa: The Night of Elisa rating: 4/5
Heniz Helle: Eigentlich müssten wir tanzen rating: 4/5
Sonya Sones: Stop Pretending: What Happened When My Sister Went Crazy rating: 4/5
April Genevieve Tucholke [Hrsg.]: Slasher Girls & Monster Boys rating: 3/5
• J. R. Stewart: Nirvana rating: 1/5
Karen E. Bender: Refund: Stories rating: 1/5
Andy McVittie: The Art of Assassin’s Creed Unity rating: 4/5
Christie Golden: 
Abstergo Entertainment: Employee Handbook rating: 5/5
Danny Wallace: Who is Tom Ditto? rating: 4/5 | Blogeintrag [x]
Jo Baker: Longbourn rating: 1/5 | Blogeintrag [x]
Sierra DeMulder: Today Means Amen rating: 4.5/5 | Blogeintrag [x]
Colleen Hoover; Tarryn Fisher: Never Never Part Three rating: 1/5
Jason Arnopp: 
A Sincere Warning About The Entity In Your Home rating: 4/5
Markus Heitz: AERA – Die Rückkehr der Götter rating: 4/5
• Nancy K. Pearson: 
The Whole by Contemplation of a Single Bone: Poems rating: 1/5
Danielle Paige: Heart of Tin rating: 2/5
rl2-jan16.jpgHöhepunkt: Carry On
Tiefpunkt: Nirvana
Lieblingszitat: “You have to pretend you get an endgame. You have to carry on like you will; otherwise, you can’t carry on at all.” Rainbow RowellCarry On

Der Januar wäre geschafft, und mit ihm auch ein durchweg positiver Lesemonat! Die Balance zwischen Print und eBooks hat gut geklappt, und ich bin optimistisch, dass sich all die ungelesenen Bücher in meinen Regalen dieses Jahr noch bezwingen lassen.

Was ich diesen Monat wieder gemerkt habe, ist, dass ich nicht wirklich etwas mit Kurzgeschichten anfangen kann. Sowohl Refund als auch Slasher Girls & Monster Boys haben mich als Sammlungen solcher überhaupt nicht begeistern können. Meistens fehlt einfach die nötige Zeit, damit sich die Geschichten voll entfalten können und die Enden wirken zu holprig.

Für Februar wird es genauso wie im Januar keinen Leseplan geben – einfach, weil ich kaum Zeit fürs Lesen habe, und es sich für ein, zwei Titel nicht lohnt.