[Gesehen] Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste

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Die Auserwählten haben am Ende des ersten Teils das Labyrinth verlassen können, und seit dem 24. September können wir im Kino sehen, wie es mit Thomas, Newt, Minho und co. weitergeht. Ich mochte die Bücher, auch wenn ich sie im nachhinein vielleicht anders bewerten würde. Das Labyrinth im ersten Band ist ein Mysterium, dessen Geheimnis man entschlüsseln möchte, im zweiten Band gibt es viele Schockmomente und Fragen über Fragen bevor es im dritten Band wirklich ums Überleben geht.

Hope is a dangerous thing.

Die Geschichte setzt direkt nach den Ereignissen aus Teil 1 ein: die Gruppe hat das Labyrinth hinter sich gelassen, in Sicherheit sind sie aber noch lange nicht. WCKD ist hinter ihnen her und die Brandwüste wird zwar nicht von Grievers aber den Cranks heimgesucht. Die Klärung der Beweggründe hinter dem Labyrinth und seinen Prüfungen bzw. WCKD im allgemeinen steht zwar im Vordergrund, viele Antworten gibt es allerdings noch nicht. Eine handvoll von neuen Charakteren wird eingeführt (unter anderem Janson, der grandios böse von Aidan Gillen gespielt wird) und die Handlung rast unheimlich schnell dahin in 130 Minuten.

What do you remember about WCKD?

Im Buch gibt es einige Szenen, die wirklich schocken und krass sind. Die zweite Verfilmung weicht genauso wie die erste von den Geschehnissen im Buch ab, und ersetzt im Prinzip die Schockmomente mit Action und Jumpscares. Bis auf eine kurze Ruhephase am Anfang ist die Gruppe konstant in Bewegung und rennt von A nach B, sodass es viele wacklige Kameraeinstellung gibt. Wirklich unheimlich sind tatsächlich die Infizierten – es hat mich überrascht, dass der Film mit diesen noch ab 12 Jahre eingestuft wurde. Leider lenkt das alles nicht davon ab, dass im Grunde nicht viel im Film passiert… die Überlänge ist absolut unnötig. Es wird keine Zeit darauf verwendet, um z. B. die Cranks wirklich zu erklären und einige Szenen dürften ohne das Buchwissen auch nur befremdlich auf den Zuschauer wirken.

Zweite Teile, gerade bei Trilogien, leiden immer darunter lediglich die Brücke zwischen dem Auftakt und dem Finale zu sein, und Maze Runner – Die Auserwählten in der Brandwüste stellt da keine Ausnahme dar. Falls es sich nicht gerade um eure ultimative Lieblingsbuchreihe handelt, kann man hier wirklich getrost auf die DVD Veröffentlichung warten.

rating: 2.5/5

[Gesehen] Kino x 4: Margos Spuren, Jurassic World, Hitman: Agent 47, Pixels

Jubiläumsticket

Das CinemaxX feiert Geburtstag und passend dazu ein Jubiläumsticket verkauft – und dank meiner Besten habe ich auch eins ergattern können ♥

Das Jubiläumsticket berechtigt zu allen 2D und 3D Filmen sowie in Alternative-Content-Vorstellungen (bzw. Sonderveranstaltungen) wie Konzert-Übertragungen, Kultur-Aufführungen, Sport-Vorstellungen und Zielgruppenformate etc.

Ausnahme: Lediglich für Filme im First Class Saal (6 €) oder Maxximum Motion Saal (6 €) oder Premium Seats (1,50 €) fallen Zuschläge an. 

Ich gehe wirklich sehr gerne ins Kino, und bin mit einer Freundin schon seit dem Frühjahr am planen, eine Zeitkarte für den Herbst zu kaufen… da stellt das Jubiläumsticket eine gute Möglichkeit dar, dass Prinzip erstmal für 25 Tage auszuprobieren!

Diese Woche habe ich mir vier Filme angesehen, von denen ich drei sowieso fest eingeplant waren, und habe praktisch das Geld für das Ticket bereits wieder raus…

Margos Spuren [engl. Paper Towns]
„Margo always loved mysteries. And in everything that came afterward, I could never stop thinking that maybe she loved mysteries so much that she became one.“

 Paper Towns ist eines meiner liebsten Bücher von John Green, und ich war gespannt auf die filmische Umsetzung. Im Prinzip ist die Verfilmung auch nicht schlecht… aber sie haut einen auch nicht um. Quentin’s Obsession und die daraus entstehende Überhöhung von Margo kommt sehr gut rüber, genau so wie die spätere Dekonstruktion (ich wünsche mir immer noch, dass das Buch eine andere Richtung einschlagen würde aber gut) – aber ansonsten ist es eine sehr gradlinig erzählte Geschichte mit kaum Überraschungen. Pluspunkte gibt es aber definitiv für die Gesangsszene!

rating: 3.5/5

Jurassic World
„Don’t worry. It’s gonna be just like taking a walk in the woods… 65 million years ago.“

Ich war zwiegespalten, ob ich Jurassic World im Kino sehen möchte – nicht allein wegen dem 3D… Jurassic Park ist in meinen Augen ein Klassiker, und gefühlt war in den drei Filmen auch schon genug erzählt. Nun ja, dass Franchise ist zurück, für 2018 ist der nächste Teil in Planung. Für einen Sommerblockbuster macht der Film Spaß, man muss nur gewillt sein, nicht zu viel über alles nachzudenken. Gerade das große Finale am Ende ist schon Fanservice und eine riesige Reihe von glücklichen Umständen. Zwei Miniszenen am Rande haben mir wirklich gut gefallen: der Mini-Dino-Streichelzoo, wo Kinder auch auf Triceratops reiten können, und die eine Person, die mit ihren zwei Drinks die Flucht antritt!

rating: 3/5

Hitman: Agent 47
„We determine who we are by what we do.“

Ich habe eine Schwäche für Geschichten mit Auftragsmördern, und da ich tatsächlich die 2007 Verfilmung von Hitman mag, war ich sehr auf die Neuauflage gespannt. Bei Videospielverfilmungen darf man eigentlich mit gar keinen Erwartungen ran gehen, und schon gar nicht mit Logik! Natürlich gibt es bei Hitman: Agent 47 einiges zu bemängeln aber die Aktion und Effekte sind gut, die Schauspieler (unter anderem Zachary Quinto) ebenfalls und man wird in den rund 96 Minuten fantastisch unterhalten. Es hilft allerdings, wenn man ein bisschen Hintergrundwissen über die Spiele hat, da zum Beispiel Diana nicht wirklich erläutert wird.

rating: 4/5

Pixels
„For the record, I’m a great kisser. We’re all nerds great kiss, because we are indifferent.“

Der Satz spiegelt den Film schon sehr gut wieder… der Trailer sah sehr vielversprechend aus, aber Adam Sandler ist einfach so eine Sache; ich mag die meisten seiner Filme und den Humor darin nicht. Da ja noch einige weitere bekannte Gesichter mitwirken, hatte ich Hoffnung, dass Pixels mir doch gefallen könnte. Der Soundtrack macht Spaß, wenn es zum Spielen kommt, sind die Darstellung und Effekte top – aber das rettet leider nicht das Gesamtwerk. Bei Komödien ist es immer besonders ärgerlich, wenn die besten Szenen im Trailer verbraten werden, und hier wird einfach viel zu viel vorweggenommen. Das Bild, dass von den „Nerds“ gezeichnet wird, ist einfach furchtbar und klischeehaft bis zum geht nicht mehr. Die Minirollen von Sean Bean und Ashley Benson haben mich zwar gefreut aber ich würde den Film definitiv kein zweites Mal sehen wollen.

rating: 1/5

Wenn es nächste Woche zeitlich passt, würde ich noch sehr gerne in Codename U.N.C.L.E., Fack Ju Göhte 2 und The Transporter Refueled gehen – die Sneak Preview mit unserer Kinotruppe ist auf jeden Fall schon fest eingeplant!

[Gesehen] #unfriended

UnfriendedSource: Unknown User | IMDb | Horror | 83 Minuten | USA 2014 | Universal

Horrorfilm über sechs Freunde, die während eines Online-Chats eine Nachricht eine Mitschülerin bekommen, die sich vor einem Jahr das Leben nahm.

Unknown User bzw. Unfriended wie er im englischen Raum auch genannt wird, ist kein gewöhnlicher Horrorfilm. Alles, was man die 83 Minuten lang im Prinzip sieht, ist der Desktop von Blaire Lilly. Blaire und ihre Freunde haben einen Videochat am Laufen, daneben gibt es noch Chats und Nachrichten in diversen sozialen Netzwerken. In den Videochat gesellt sich ein unbekannter Teilnehmer, der sich nicht entfernen lässt, und bald die Nacht zum Alptraum für die Clique werden lässt. Man lernt langsam, wie die Gruppe in den Selbstmord einer Mitschülerin verstrickt war, und das es in der Gruppe selbst allerlei Geheimnisse und Intrigen gibt.

Klingt erstmal 08/15 aber die Macher verstehen es sehr gut, den begrenzten Spielraum optimal zu nutzen und einen in die Geschehnisse hineinzuziehen. Die Charaktere und wie sie die Medien nutzen, ist sehr realistisch und zeitgemäß. Bis zum Schluss gibt es dazu immer wieder Wendungen, die man nicht vorhersieht. Der Horror wird mehr suggeriert als das man viel sieht – eigentlich gibt es nur eine richtige grafische Szene, die man in ähnlicher Form auch schon in der Serie Luther sehen konnte. Für nebenher gucken eignet sich Unfriended allerdings nicht: man muss sehr viel lesen um der Geschichte folgen zu können. Gerade wenn es zum ‚Spiel‘ am Ende kommt verpasst man ansonsten die Hälfte.

Posts ► können dich irgendwann einholen

Mobbing und Cyberbullying ist schlecht und hat Konsequenzen, und das wirklich traurige ist wahrscheinlich, dass sich jeder mit einer der beiden gezeigten Seiten identifizieren können wird. Der Film ist nur eine Möglichkeit, dieses Thema aufzubereiten. Wer Lust hat, einen leichten Horrorfilm mit modernen Medien zu sehen, der auch ein bisschen nachdenklich macht, wird bei Unfriended voll auf seine Kosten kommen.

LIEBLINGSSZENE: Bei diesem Film sehr schwer abzugrenzen aber am Anfang kann man Val’s Ton nicht hören, sie hört aber die anderen – nachdem sie ihren Ton anschaltet, gibt es erstmal Antwort auf die Kommentare der Gruppe. Ich mochte ihre zickige Art richtig gerne!

rating: 4.5/5