Im Januar gab es keinen konkreten Leseplan, und prompt habe ich nicht wirklich zu Büchern gegriffen, sondern fast nur Comics und Manga gelesen. Das ist zwar auch schön, ändert allerdings nicht daran, dass sich hier hier tolle Titel ungelesen weiter im Regal tummeln. Also zurück zu altbewährtem! Februar ist der kürzeste Monat im Jahr und da ich erst wieder in den Trott kommen muss, habe ich sehr schmale Bücher ausgewählt. Ist ja nicht so, als würde nicht noch eine Outlander-Leserunde laufen, Wanderbücher und Rezensionsexemplare warten, Vorbestellungen eintrudeln werden und ich so profane Dinge wie Arbeit und Haushalt ebenfalls noch erledigen müssen.
Elizabeth Briggs: Future Threat(Future Shock #2)
Im April erscheint bereits der dritte Band, und obwohl Future Threat keine dreihundert Seiten stark ist, habe ich es bisher einfach nicht geschafft. Bevor Future Lost hier einzieht, will ich es jetzt auf jeden Fall lesen! Könnte ja schließlich sein, dass ich diesen Band nicht besonders mag und die Reihe gar nicht weiterlesen möchte.
Ödön von Horváth: Jugend ohne Gott
Zu der gleichnamigen Verfilmung habe ich es letztes Jahr nicht ins Kino geschafft, im Februar erscheint Jugendohne Gott nun fürs Heimkino. Das Buch habe ich vor Ewigkeiten bereits gelesen, aber ich erinnere mich nicht mehr wirklich daran… Eine gute Gelegenheit also, es jetzt noch einmal zu lesen – auch wenn ich mir nicht sicher bin, inwiefern der Film mit dem Buch tatsächlich zusammenhängt.
Renée Knight: Disclaimer
Diesen Thriller habe ich zu Weihnachten geschenkt bekommen und möchte ihn deswegen nicht allzu lange keine Beachtung schenken. Eine Frau fängt an ein Buch zu lesen, in dem sie eine Rolle spielt – wenn das nicht faszinierend klingt, weiß ich auch nicht.
Agatha Christie: Ein Mord wird angekündigt(Miss Marple #5)
Da ich mir einen ganzen Stapel Krimis von Agatha Christie gekauft habe, will ich diese jetzt Stück für Stück erstmal lesen, bevor ich weitere dazuhole. Von Miss Marple habe ich bisher noch gar nichts gelesen, aber der Titel selbst verspricht reißerisch gute Unterhaltung. Denn wo ist das Mysterium, wenn ein Mord bereits angekündigt wird?
Seanan McGuire: Down Among the Sticks and Bones(Wayward Children #2)
Der erste Band aus der Wayward Children Reihe hat mir bereits unglaublich gut gefallen, und ich weiß gar nicht so recht, warum ich nicht sofort mit dem nächsten Band weitergemacht habe. Sei’s drum, dass wird jetzt nachgeholt!
“Be steady and well-ordered in your life so that you can be fierce and original in your work.” ―GustaveFlaubert
Es wird noch einige Tage dauern, bis ich meinen Jahresrückblick fertig habe -ich will für 2017 das Format mal etwas aufpolieren und ratet, wem das erst kurz vor knapp in den Sinn gekommen ist?-, aber zumindest den letzten Lesemonat des Jahres können wir schon mal Revue passieren lassen. Ironischerweise kann ich die Bücher, die mir gefallen haben, an einer Hand abzählen und irgendwie war im Dezember der Wurm drin: Die Lesezeit war generell knapp, Erwartungen teils wahrscheinlich zu hoch und zwei Titel habe ich dazu noch abgebrochen. Nun ja, da kann der Januar ja eigentlich nur durchstarten.
Höhepunkt: The Picture of Dorian Gray Tiefpunkt:Mrs. Dalloway Hörbücher:Free Fall | Flugangst 7A Gelesene Seiten:ca. 3.734 Ø Bewertung:2,89 / 5
Sprechen wir über die tollen Bücher, die ich im Dezember lesen durfte! Den Anfang macht da Der Kinderdieb von Brom, eine düstere Nacherzählung von Peter Pan, die absolut gelungen ist. Mir hat neben den tollen Illustrationen des Autors vor allem gefallen, wie die Geschichte durch Avalon (statt Nimmerland) in der Sagenwelt verankert wurde. Es wirkte absolut organisch und als müsste die Geschichte einfach genau so erzählt werden. Natürlich mussten meine liebsten Charaktere am Ende wieder sterben, aber ansonsten habe ich nichts an dieser Geschichte auszusetzen!
Das herrliche The Christmasaurus (dt.: Der Weihnachtosaurus) von Tom Fletcher ist einem im Dezember gefühlt überall über den Weg gelaufen und das vollkommen zu recht! Die Illustrationen von Shane Devries allein sind schon wunderbar, aber auch die Geschichte selbst eignet sich für alle Altersstufen. Weihnachten bildet den Rahmen, aber es ist nicht übertrieben weihnachtlich, sodass man es auch gut noch nach den Feiertagen lesen kann – ich freu mich schon darauf, es im nächsten Advent wieder in die Hand zu nehmen.
Nach längerer Zeit habe ich mit The Picture of Dorian Gray (dt.: Das Bildnis des Dorian Gray) eines meiner liebsten Bücher mal wieder gelesen. Es hat großen Spaß gemacht erneut in diese Geschichte abzutauchen und sie dieses mal in der Originalsprache zu entdecken. Weniger Freude hat es allerdings bereitet danach die Verfilmung von 2009 anzuschauen… ich mag Ben Barnes, aber selbst er rettet da nicht viel.
Beim Lesen von Die Schöpfer der Wolken hatte ich ebenfalls meinen Spaß und war die ganze Zeit gespannt, wie diese Geschichte sich wohl entwickeln wird. Dadurch verzeihe ich auch gerne ein paar Probleme und ein im Vergleich zum Rest schwaches Ende. Es gibt einfach zu viele Charaktere, durch die wir die Geschichte erleben, und zu wenig Raum, damit sich alle gut entwickeln können und wir sie ausreichend kennen lernen. Mir sind nach über 500 Seiten einige von ihnen immer noch sehr fremd und so fiebert man teilweise nicht zu sehr mit ihnen mit…
Ein Zitat aus Every Heart a Doorway wird diesen Rückblick auch abschließen, da passt es gut, ebenfalls am Ende kurz hierüber zu schreiben. Dieses Buch ist zwar verdammt kurz (und eigentlich ist es eine Frechheit, dass es keine Taschenbuchausgabe gibt), aber Seanan McGuire, die auch unter dem Namen Mira Grant schreibt, holt hier unglaublich viel raus. Gut, der Mordfall später wird relativ leicht durchschaubar, aber die Einführung in diese Schule und was die Kinder bzw. Jugendlichen erlebt haben? Genial! Ich mag es generell sehr gerne, wenn man sieht, was bestimmte Abenteuer, Vorfälle oder oder oder noch für Nachwirkungen haben, und im Prinzip ist das hier genau das: Die Nachwirkungen davon, in eine fantastische Welt gestolpert zu sein – und dann plötzlich wieder in der Realität zu landen, in der man sich nicht Zuhause fühlt. Genau das haben die Charaktere ähnlich wie Alice mit dem Wunderland, Dorothy mit Oz, die Pevensie Geschwister mit Narnia, etc. erlebt und ach, gerade Nancy mochte ich sehr. Dazu ein gehöriger Schuss Diversität, unter anderem auch ein asexualer sowie ein Trans Charakter. Diese Reihe werde ich auf alle Fälle weiterlesen in den kommenden Monaten ♥