[Rückblick] Dezember 2017

Es wird noch einige Tage dauern, bis ich meinen Jahresrückblick fertig habe -ich will für 2017 das Format mal etwas aufpolieren und ratet, wem das erst kurz vor knapp in den Sinn gekommen ist?-, aber zumindest den letzten Lesemonat des Jahres können wir schon mal Revue passieren lassen. Ironischerweise kann ich die Bücher, die mir gefallen haben, an einer Hand abzählen und irgendwie war im Dezember der Wurm drin: Die Lesezeit war generell knapp, Erwartungen teils wahrscheinlich zu hoch und zwei Titel habe ich dazu noch abgebrochen. Nun ja, da kann der Januar ja eigentlich nur durchstarten.

Höhepunkt: The Picture of Dorian Gray
Tiefpunkt: Mrs. Dalloway
Hörbücher:
 Free Fall | Flugangst 7A
Gelesene Seiten: ca. 3.734
Ø Bewertung: 2,89 / 5 

Sprechen wir über die tollen Bücher, die ich im Dezember lesen durfte! Den Anfang macht da Der Kinderdieb von Brom, eine düstere Nacherzählung von Peter Pan, die absolut gelungen ist. Mir hat neben den tollen Illustrationen des Autors vor allem gefallen, wie die Geschichte durch Avalon (statt Nimmerland) in der Sagenwelt verankert wurde. Es wirkte absolut organisch und als müsste die Geschichte einfach genau so erzählt werden. Natürlich mussten meine liebsten Charaktere am Ende wieder sterben, aber ansonsten habe ich nichts an dieser Geschichte auszusetzen!

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Zusammensetzung: 9 Printbücher; 2 Ebooks; 2 Hörbücher; 1 Gedichtband

Das herrliche The Christmasaurus (dt.: Der Weihnachtosaurus) von Tom Fletcher ist einem im Dezember gefühlt überall über den Weg gelaufen und das vollkommen zu recht! Die Illustrationen von Shane Devries allein sind schon wunderbar, aber auch die Geschichte selbst eignet sich für alle Altersstufen. Weihnachten bildet den Rahmen, aber es ist nicht übertrieben weihnachtlich, sodass man es auch gut noch nach den Feiertagen lesen kann – ich freu mich schon darauf, es im nächsten Advent wieder in die Hand zu nehmen.

Nach längerer Zeit habe ich mit The Picture of Dorian Gray (dt.: Das Bildnis des Dorian Gray) eines meiner liebsten Bücher mal wieder gelesen. Es hat großen Spaß gemacht erneut in diese Geschichte abzutauchen und sie dieses mal in der Originalsprache zu entdecken. Weniger Freude hat es allerdings bereitet danach die Verfilmung von 2009 anzuschauen… ich mag Ben Barnes, aber selbst er rettet da nicht viel.

Beim Lesen von Die Schöpfer der Wolken hatte ich ebenfalls meinen Spaß und war die ganze Zeit gespannt, wie diese Geschichte sich wohl entwickeln wird. Dadurch verzeihe ich auch gerne ein paar Probleme und ein im Vergleich zum Rest schwaches Ende. Es gibt einfach zu viele Charaktere, durch die wir die Geschichte erleben, und zu wenig Raum, damit sich alle gut entwickeln können und wir sie ausreichend kennen lernen. Mir sind nach über 500 Seiten einige von ihnen immer noch sehr fremd und so fiebert man teilweise nicht zu sehr mit ihnen mit…

Ein Zitat aus Every Heart a Doorway wird diesen Rückblick auch abschließen, da passt es gut, ebenfalls am Ende kurz hierüber zu schreiben. Dieses Buch ist zwar verdammt kurz (und eigentlich ist es eine Frechheit, dass es keine Taschenbuchausgabe gibt), aber Seanan McGuire, die auch unter dem Namen Mira Grant schreibt, holt hier unglaublich viel raus. Gut, der Mordfall später wird relativ leicht durchschaubar, aber die Einführung in diese Schule und was die Kinder bzw. Jugendlichen erlebt haben? Genial! Ich mag es generell sehr gerne, wenn man sieht, was bestimmte Abenteuer, Vorfälle oder oder oder noch für Nachwirkungen haben, und im Prinzip ist das hier genau das: Die Nachwirkungen davon, in eine fantastische Welt gestolpert zu sein – und dann plötzlich wieder in der Realität zu landen, in der man sich nicht Zuhause fühlt. Genau das haben die Charaktere ähnlich wie Alice mit dem Wunderland, Dorothy mit Oz, die Pevensie Geschwister mit Narnia, etc. erlebt und ach, gerade Nancy mochte ich sehr. Dazu ein gehöriger Schuss Diversität, unter anderem auch ein asexualer sowie ein Trans Charakter. Diese Reihe werde ich auf alle Fälle weiterlesen in den kommenden Monaten ♥

Alle verschlungenen Titel des Monats:
Brom: Der Kinderdieb Bewertung: 4/5
Tahereh Mafi: Whichwood Bewertung: 2/5 | Eindruck
S. Jae-Jones: Wintersong -abgebrochen- | Eindruck
Sebastian Fitzek: Flugangst 7A -abgebrochen-
Virginia Woolf: Mrs. Dalloway Bewertung: 1/5
Marie Lu: Warcross Bewertung: 4/5 | Eindruck
Tom Fletcher; Shane Devries: The Christmasaurus Bewertung: 5/5
Oscar Wilde: The Picture of Dorian Gray Bewertung: 5/5
Peter Cawdron: Free Fall Bewertung: 3/5
Seanan McGuire: Every Heart a Doorway Bewertung: 4.5/5
Marie Graßhoff: Die Schöpfer der Wolken Bewertung: 4/5
Edwin H. Rydberg (Hrg.): Assassins‘ Canon: An Anthology of Short Fiction by Up and Coming Authors Bewertung: 3/5
Oscar Wilde: Only Dull People Are Brilliant at Breakfast Bewertung: 3/5
Rupi Kaur: The Sun and Her Flowers Bewertung: 2/5

“You’re nobody’s doorway but your own, and the only one who gets to tell you how your story ends is you.” ― Seanan McGuire: Every Heart a Doorway

[Rückblick] November 2017

Dieser Rückblick ist (zumindest für mein Empfinden) verdammt spät dran, aber ich bin ziemlich stolz auf mich, dass ich es doch noch irgendwie getippt bekomme. Die letzte Woche war super intensiv und viel – und bestand eigentlich nur aus arbeiten und schlafen. Aber darum geht es jetzt nicht, sondern um den November! Und Himmel, war das ein vollgestopfter Monat. Man merkt, dass ich zwischendurch Urlaub hatte und einige Bücher endlich beenden konnte.

Höhepunkt: Mord im Orientexpress
Tiefpunkt: Lost Eagle
Hörbücher:
 Parasite | Aquila
Gelesene Seiten: ca. 5.048
Ø Bewertung: 2,55 / 5 

Die durchschnittliche Bewertung spiegelt gut wieder, wie der Lesestoff ausfiel: Durchwachsen. Vier Bücher waren unglaublich gut, während der Rest, nun ja, mir nicht besonders zugesagt hat. Dank Mord im Orientexpress bin ich gerade im Agatha Christie Fieber und will unbedingt noch mehr von ihren Büchern lesen bzw. Adaptionen davon sehen. Da hat einfach alles gepasst! Bei Nicht nur ein Liebesroman waren ein paar winzige Kleinigkeiten, die ich bemerken würde, aber auch das ein unglaublich tolles Buch. Allein die Einbindung von Fandoms ist so gut geglückt und es war wirklich kein 08/15 Jugendliebesroman, genau wie der Titel es verspricht.

Rl-Nov17
Zusammensetzung: 10 Printbücher; 3 Ebooks; 2 Hörbücher; 2 Comics/Manga; 2 Gedichtbände

A Drop of Night (dt. Palast der Finsternis) hätte sich in super viele Richtungen entwickeln können und theoretisch hätte ich alle Versionen gerne gelesen… es gibt hier wieder ein paar Dinge, die man besser hätte lösen können, aber ich mochte unsere rotzige Protagonistin einfach zu gerne. Mal sehen, was als nächstes von diesem Autor kommt! Und dann ist da noch The Art of Assassin’s Creed Origins: So eine Augenweide! Ich liebe die Bildbände sowieso und bei diesem gibt es einige Bilder, die man „ausklappen“ kann. Das alte Ägypten sieht einfach nur großartig aus. Es gibt allerdings ein paar Spoiler zum Verlauf der Hauptquest, worüber man sich im Vorfeld (falls man das Spiel spielt) im klaren sein sollte.

Zu den weiteren Titeln mag ich gar nicht  so viel schreiben, da sie mir entweder überhaupt nicht gefallen haben oder halt nur okay für Zwischendurch waren. Bei Turtles All the Way Down verstehe ich zwar die Wichtigkeit des Buches und freu mich, dass es so vielen gefällt – mir hat da einfach der Zugang gefehlt. Vor allem die Geschichte rund um Aza war so bizarr? Und die Gedankenspiralen haben mich einfach nervös und unruhig gemacht, etwas, dass ich aktuell nicht gebrauchen kann.

Lost Eagle und Kameraden waren beide fiktive Geschichten, die mehr oder weniger mit der russischen Revolution zusammenhängen, und oh je, sie waren beide furchtbar – wobei Kameraden wenigstens noch schön anzusehen war von den Zeichnungen und der Panelgestaltung her. In beiden Geschichten überleben Teile der Zarenfamilie und es ist alles sehr abenteuerlich – es fehlen mir zu sehr Fakten oder ein explizierter Hinweis auf die Fiktion… wobei Lost Eagle ja eine Verschwörungstheorie rechtfertigen mag, das sollte man eh mit Vorsicht genießen.

Alle verschlungenen Titel des Monats:
• 
Stephanie Perkins: There’s Someone Inside Your House Bewertung: 1/5
Dave Shelton: Der 13. Stuhl Bewertung: 2/5 
Agatha Christie: Mord im Orientexpress Bewertung: 5/5 | Beitrag [x]
Robin Talley: As I Descended Bewertung: 2/5 
Emma Mills: Nicht nur ein Liebesroman Bewertung: 4/5 
John Green: Turtles All the Way Down Bewertung: 1/5
Paul Davies: The Art of Assassin’s Creed Origins Bewertung: 5/5
Sarah Porter: Vassa in the Night Bewertung: 1/5
Lauren Oliver: Vanishing Girls Bewertung: 2/5
Stefan Bachmann: A Drop of Night Bewertung: 4.5/5
Benoît Abtey; Jean-Baptiste Dusséaux; Mayalen Goust: Kameraden Bewertung: 2/5
Christie Golden: Assassin’s Creed 
IV Black Flag: Blackbeard:
The Lost Journal
 Bewertung: 2/5
Mira Grant: Parasite Bewertung: 2/5
Evelyne Mikulicz: Things I Wish You Knew: Poems, Letters and Text
to Honor all the Broken Hearts
 Bewertung: 2/5
Ian Edginton: Assassin’s Creed: Reflections Bewertung: 2/5
Takeshi Yano; Kenji Oiwa: Assassin’s Creed Awakening Volume 2 Bewertung: 3/5
Iain S. Thomas: I Wrote This For You: 2007-2017 Bewertung: 2/5
Ursula Poznanski: Aquila Bewertung: 3/5
Steven Ingman-Greer: Lost Eagle: The Untold Story of Hih
Grand Duchess Tatiana of Russia
 Bewertung: 1/5 
Mackenzi Lee: This Monstrous Thing Bewertung: 2/5

“Once people see you cry, it’s like they own part of you. It’s like you ripped a hole in yourself, and they saw through whatever armor you had on, got a good long view of all the screaming alien goop underneath.”
― Stefan BachmannA Drop of Night

[Rückblick] Oktober 2017

Trotz einiger freier Tage habe ich im Oktober ziemlich wenig gelesen. Die Arbeit und diverse Termine haben der Lesezeit einen ordentlich Dämpfer versetzt, und ohne Hörbücher hätte ich drei Titel diesen Monat überhaupt nicht unterbringen können. Das wurmt mich etwas, weil aktuell wirklich so einiges an tollen Büchern im Regal wartet… aber es kann theoretisch ja im November jetzt nur besser werden, oder? Und zumindest konnte ich so zu einigen Titeln bereits etwas schreiben. Über den Blog und meine Wenigkeit wurde im Oktober übrigens auch etwas geschrieben: Die liebe Anna von Passion4Books hat meinen Blog vorgestellt, wofür ich ihr einige Fragen beantwortet ab. Den Beitrag findet Ihr H I E R. Vielleicht mögt Ihr bei Anna ja noch etwas stöbern? Aktuell läuft unter anderem die Aktion Weihnachtsengel bei ihr, wo Ihr mit Euren Geboten nicht nur tolle Bücher ersteigern, sondern auch etwas Gutes tun könnt.

Höhepunkt: Six Stories
Tiefpunkt: Feedback
Hörbücher:
 Der Club der toten Monster | Six Stories | Feedback
Gelesene Seiten: ca. 3.920
Ø Bewertung: 3,83 / 5 

Diesen Monat habe ich die „mal im Buch, mal im Hörbuch, mal beides gleichzeitig“-Leseoption für mich entdeckt: Six Stories habe ich fast durchweg gehört und parallel im eBook mitgelesen. Dieses Buch hatte ich gar nicht auf dem Radar und war nur zufällig drüber gestolpert – und dabei ist das genau meins! Dazu wird aber noch ein eigener Beitrag kommen. Bei Feedback dagegen ging es einfach nicht im Buch vorwärts. Eine Freundin hat mir dann dankenswerterweise das Hörbuch ausgeliehen und Georgia Dolenz liest die Geschichte wirklich toll! Leider war es das schwächste Buch der Serie und konnte mich kaum begeistern… aber zumindest ein paar bekannte Gesichter tauchen wieder auf und mit Mat gibt es einen Charakter, der genderfluid ist.

Mit Der Club der toten Monster habe ich das nächste Abenteuer von Owen Pitt gehört: Ich mag die Charaktere und den Humor sehr gerne, aber die Geschichte braucht recht lange, bevor es losgeht. Correia rekapituliert den ersten Band nochmal recht ausführlich, was natürlich nervt, wenn man diesen gerade erst gehört bzw. gelesen hat.

Zu The Complete Double Dead habe ich bereits ausführlich H I E R geschrieben: Das Buch hat mich ebenso begeistert wie die Apocalypse Now Now Dilogie von Charlie Human. Die drei Bücher haben einfach perfekt in den Oktober gepasst mit ihren Übernatürlichen Charakteren und den Urban Fantasy Elementen.

Rückblick Oktober 2017
Zusammensetzung: 8 Printbücher; 3 Hörbücher; 1 Comic

In einer Leserunde habe ich The Blind Assassin über den Monat gelesen, was definitiv geholfen hat: Es ist ein tolles Buch mit vielen Denkanstößen über das Leben zweier Schwestern in Kanada, in dem sehr viel drinsteckt. An einigen Stellen ist man aber schon verleitet, dass Buch erstmal wieder auf unbestimmte Zeit zur Seite zu legen… Die Einschübe aus dem Roman der einen Schwester verwirren anfangs einfach zu sehr, bevor Atwood nach und nach alle Stränge zusammenlaufen lässt.

Dann trudelten noch zwei neue Assassin’s Creed Titel ein, yay! Der erste Sammelband von Uprising, Common Ground, hat super viel Spaß gemacht und ich musste auch direkt einige der nächsten Hefte digital lesen. Bis Februar dauert es einfach noch viel zu lange… Es ist herrlich zu sehen, wie die beiden Gruppierungen zur Abwechslung mal einen gemeinsamen Feind haben, und kurzzeitig das Kriegsbeil begraben müssen. Desert Oath, der neue Roman von Oliver Bowden, ist die Vorgeschichte zu Assassin’s Creed Origins: Sicher kein Buch, dass einem viel gibt, außer man möchte im Anschluss auch das Spiel erkunden, aber als Vorgeschichte macht es seine Sache gut. Bayek und Aya sind einfach toll, und ich freue mich, dass ich noch einiges an Spielstunden mit den Beiden jetzt vor mir habe.

Alle verschlungenen Titel des Monats:
Heidi Priebe: This Is Me Letting You Go Bewertung: 4/5 | Eindruck
Charlie Human: Apocalypse Now Now – Schatten über Cape Town Bewertung: 4/5
Chuck Wendig: The Complete Double Dead Bewertung: 4/5 | Beitrag
Walter Moers: Das Labyrinth der Träumenden Bücher Bewertung: 3/5 | Eindruck
Alex Paknadel; Dan Watters; Jose Holder: Assassin’s Creed: Uprising, Vol. 1: Common Ground Bewertung: 5/5 | Eindruck
Marc-Uwe Kling: QualityLand Bewertung: 5/5 | Eindruck
Charlie Human: Kill Baxter – Showdown in Cape Town Bewertung: 4/5
Margaret Atwood: The Blind Assassin Bewertung: 4/5
Larry Correia: Der Club der toten Monster Bewertung: 3/5
Matt Wesolowski: Six Stories Bewertung: 5/5
Oliver Bowden: Assassin’s Creed Origins: Desert Oath Bewertung: 3/5
Mira Grant: Feedback Bewertung: 2/5 

“Es kommt nicht darauf an, was auf der Bühne geschieht. Sondern darauf, was das Unsichtbare Theater in deinem Kopf veranstaltet.” ― Walter Moers: Das Labyrinth der Träumenden Bücher